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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/064

Lohn­kos­ten 2017 um 2,1 Pro­zent ge­stie­gen

Die Ar­beits­kos­ten sind laut ak­tu­el­ler Zah­len des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts im ver­gan­ge­nen Jahr we­ni­ger stark ge­stie­gen als in 2016
Ansteigendes Diagramm mit Jahreszahlen, Anstieg, Zuwachs

12.03.2018. (dpa/wie) - Die deut­schen Ar­beits­kos­ten je ge­leis­te­te Ar­beits­stun­de sind im Jahr 2017 ka­len­der­be­rei­nigt um 2,1 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr ge­stie­gen, wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt mit­teil­te.

In 2016 be­trug der An­stieg noch 2,8 Pro­zent. Ins­be­son­de­re ein ver­gleichs­wei­se nied­ri­ger Kran­ken­stand am En­de des letz­ten Jah­res sorg­te für ei­nen we­ni­ger star­ken Zu­wachs bei den Lohn­ne­ben­kos­ten. Wäh­rend die­se in 2016 noch um 4,2 Pro­zent ge­stie­gen sind, wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr le­dig­lich ein An­stieg von 1,8 Pro­zent ver­zeich­net. Die Lohn­ne­ben­kos­ten ent­hal­ten bei­spiels­wei­se Lohn­fort­zah­lun­gen im Krank­heits­fall und So­zi­al­ab­ga­ben.

Auch das Plus bei den Brut­to­löh­nen fiel in 2017 mit 2,2 Pro­zent ein we­nig ge­rin­ger aus als im Vor­jahr (2,3 Pro­zent). Für den Ar­beits­kos­ten­in­dex wer­den den Kos­ten des Ar­beit­ge­bers die tat­säch­lich ge­leis­te­ten Ar­beits­stun­den des Ar­beit­neh­mers ge­gen­über ge­stellt.

Im eu­ro­päi­schen Ver­gleich lag Deutsch­land bis zum En­de des drit­ten Quar­tals 2017 mit 2,2 Pro­zent noch leicht über dem eu­ro­päi­schen Durch­schnitt (2,1 Pro­zent). Ak­tu­el­le­re Da­ten für die Eu­ro­päi­sche Uni­on lie­gen laut dem Bun­des­amt noch nicht vor. Für das Eu­ro-Wäh­rungs­ge­biet wur­de in die­sem Zeit­raum ein An­stieg der Lohn­kos­ten von 1,6 Pro­zent be­rech­net.

In den öst­li­chen Mit­glied­staa­ten, wie Ru­mä­ni­en, Bul­ga­ri­en und Un­garn wur­den die stärks­ten Ar­beits­kos­ten­er­hö­hun­gen ver­zeich­net. In ab­so­lu­ten Zah­len be­fin­den sich die Wer­te al­ler­dings auf ei­nem deut­lich nied­ri­ge­ren Ni­veau. Ei­nen Rück­gang der Kos­ten gab es da­ge­gen in Finn­land und Por­tu­gal.

Die stei­gen­den Ge­häl­ter in Deutsch­land spie­geln wei­ter­hin die gu­te Kon­junk­tur und wirt­schaft­li­che Stär­ke wie­der. Stei­gen die Ar­beits­kos­ten je­doch stär­ker als die Pro­duk­ti­vi­tät, nei­gen Un­ter­neh­men zu Stel­len­ab­bau und In­ves­ti­tio­nen, et­wa in Au­to­ma­ti­sie­run­gen.


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Letzte Überarbeitung: 7. Juni 2018

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