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Luft­han­sa und Ufo be­ra­ten mit Sch­lich­tern

Luft­han­sa und UFO lie­gen sein lan­gem im Streit. Nun soll ei­ne Sch­lich­tung da­bei hel­fen, die Par­tei­en wie­der zu­sam­men­zu­füh­ren
Fluglotse, Flugüberwachung, Flugverkehr, Flughafen

17.12.2019. (dpa/fle) - Im fest­ge­fah­re­nen Ta­rif­kon­flikt zwi­schen Luft­han­sa und ih­rer Ka­bi­nen­ge­werk­schaft Ufo grei­fen nun die von bei­den Sei­ten be­stell­ten Sch­lich­ter ein.

Ex-Ar­beits­agen­tur-Chef Frank-Jür­gen Wei­se und der frü­he­re bran­den­bur­gi­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Mat­thi­as Platz­eck (SPD) tref­fen sich an die­sem Mitt­woch an ei­nem ge­hei­men Ort in Frank­furt mit den strei­ten­den Par­tei­en, um Um­fang und Ter­mi­ne der mög­li­chen Sch­lich­tung fest­zu­le­gen.

"Wir freu­en uns, mit den bei­den Sch­lich­tern in ei­nen mo­de­rier­ten und lö­sungs­ori­en­tier­ten Pro­zess zu kom­men, um ge­mein­sam Lö­sun­gen für die rund 22.000 Mit­ar­bei­ter der Luft­han­sa Ka­bi­ne zu er­ar­bei­ten und hier gu­te Er­geb­nis­se zu er­zie­len", er­klär­te am Vor­tag ei­ne Un­ter­neh­mens­spre­che­rin.

Der Ufo-Vi­ze­vor­sit­zen­de Da­ni­el Flohr mel­de­te hin­ge­gen Zwei­fel an, ob die Luft­han­sa tat­säch­lich an ei­ner Ge­samt­lö­sung in­ter­es­siert sei. Schließ­lich ha­be sich das Un­ter­neh­men von der Ar­beits­di­rek­to­rin Bet­ti­na Vol­kens ge­trennt, weil die­se ei­nen Kurs der An­nä­he­rung ver­tre­ten ha­be. "Es fehlt das Ver­trau­en, dass die be­reits ein­mal ge­trof­fe­nen und dann zu­rück­ge­nom­me­nen Ver­ein­ba­run­gen noch ein­mal zu den glei­chen Er­geb­nis­sen füh­ren kön­nen", sag­te Flohr.

Un­ei­nig­keit herrscht ins­be­son­de­re über den mög­li­chen Um­fang der The­men. In ei­ner so­ge­nann­ten klei­nen Sch­lich­tung könn­te es zu­nächst nur um die von Ufo be­reits be­streik­ten For­de­run­gen ge­hen. Kon­kret sind das ne­ben ei­ner Lohn­stei­ge­rung um 2 Pro­zent hö­he­re Spe­sen und Zu­la­gen für die Flug­be­glei­ter so­wie ei­ne Re­ge­lung für Sai­son­kräf­te, da­mit die­se ein­fa­cher in re­gu­lä­re An­ge­stell­ten­ver­hält­nis­se wech­seln kön­nen.

Ufo strebt hin­ge­gen weit um­fas­sen­de­re Ver­hand­lun­gen an und hat in den ver­gan­ge­nen Ta­gen wei­te­re For­de­run­gen nach­ge­scho­ben. Die Ge­werk­schaft hat vor­erst kei­ne neu­en Streiks an­ge­kün­digt. In dem Kon­flikt hat es be­reits ei­nen Warn­streik bei vier Luft­han­sa-Töch­tern so­wie ei­nen zwei­tä­gi­gen Streik bei der Kern­ge­sell­schaft Luft­han­sa ge­ge­ben. Hier wa­ren im No­vem­ber rund 1.500 Flü­ge mit rund 200.000 be­trof­fe­nen Pas­sa­gie­ren aus­ge­fal­len.

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Letzte Überarbeitung: 2. Februar 2020

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