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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/034

Mehr Geld für Bo­den­per­so­nal der Luft­han­sa

Luft­han­sa und Ver.di ha­ben sich auf ei­nen lang­fris­ti­gen Ta­rif­ver­trag für die Be­schäf­tig­ten der Bo­den­diens­te ge­ei­nigt
Bodenpersonal betankt Flugzeug am Flughafen

07.02.2018. (dpa/wie) - Die Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver.di und die Flug­ge­sell­schaft Luft­han­sa ha­ben sich für die rund 33.000 Be­schäf­tig­ten der Teil­ge­sell­schaf­ten Luft­han­sa Car­go, Luft­han­sa-Sys­tems, Luft­han­sa Tech­nik und der Luft­han­sa-Ser­vice Group (LSG) auf ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag ver­stän­digt.

Der Ver­trag hat ei­ne Lauf­zeit von 33 Mo­na­ten bis En­de Sep­tem­ber 2020 und be­inhal­tet ei­ne Er­hö­hung der Ge­häl­ter um drei Pro­zent rück­wir­kend ab dem 01.02.2018. Ei­ne zwei­te Er­hö­hung um drei Pro­zent ist für den 01.05.2019 vor­ge­se­hen. Dies hängt je­doch un­mit­tel­bar mit dem wirt­schaft­li­chen Er­folg der ein­zel­nen Teil­ge­sell­schaf­ten ab.

Soll­ten die ver­ein­bar­ten Zie­le nicht er­reicht wer­den, so fällt die Stei­ge­rung nied­ri­ger aus. Bei der Fracht­ge­sell­schaft Luft­han­sa Car­go oder der Ca­te­ring-Toch­ter LSG wä­ren es bei­spiels­wei­se im Fal­le des Ver­feh­lens nur noch 1,8 Pro­zent mehr Geld in der zwei­ten Stu­fe. "Mit die­sem va­ria­blen Ver­gü­tungs­mo­dell be­rück­sich­ti­gen wir die wirt­schaft­li­che Si­tua­ti­on un­se­rer ein­zel­nen Ge­schäfts­fel­der", er­klär­te Luft­han­sa-Per­so­nal­vor­stand Bet­ti­na Vol­kens.

Die Tech­ni­ker der Luft­han­sa er­hal­ten in der ers­ten Stu­fe ei­ne Er­hö­hung der Ge­häl­ter von knapp 107 Eu­ro als So­ckel­be­trag. Das führt da­zu, dass das Lohn­plus in den un­te­ren Lohn­grup­pen hö­her als drei Pro­zent aus­fällt, bei den Bes­ser­ver­die­nern un­ter den Luft­han­sa-Tech­ni­kern ist der pro­zen­tua­le An­stieg dem­ent­spre­chend ge­rin­ger.

Auch die Azu­bis pro­fi­tie­ren von dem neu­en Ta­rif­ver­trag. So er­höht sich die Aus­bil­dungs­ver­gü­tung ins­ge­samt um 80 Eu­ro in zwei Schrit­ten und die Re­ge­lung zur un­be­fris­te­ten Über­nah­me der Aus­zu­bil­den­den wur­de ver­län­gert, wie aus ei­ner Ver.di-Pres­se­mit­tei­lung vom 07.02.2018 her­vor­geht.

Die Ge­werk­schaft woll­te zu­sätz­lich ei­ne Wahl­mög­lich­keit für die Be­schäf­tig­ten zwi­schen zu­sätz­li­cher Ver­gü­tung und frei­en Ta­gen durch­set­zen. Die­ser Vor­schlag kam zu­nächst nicht durch, soll aber künf­tig in Ar­beits­grup­pen be­spro­chen wer­den, sag­te ei­ne Spre­che­rin der Ge­werk­schaft.


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Letzte Überarbeitung: 9. Dezember 2018

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