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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/277

Mehr Net­to vom Weih­nachts­geld

Ar­beit­neh­mer kön­nen noch in die­sem De­zem­ber von Steu­er-Frei­be­trä­gen pro­fi­tie­ren, wenn sie bis zum 30. No­vem­ber ei­nen ent­spre­chen­den An­trag ein­rei­chen.
Schreiben des Finanzamts Mitte/Tiergarten mit daraufliegenden Geldscheinen

01.11.2017. (dpa/wie) - Wer bis zum 30. No­vem­ber 2017 ei­nen An­trag auf Lohn­steu­er­er­mä­ßi­gung stellt, kann noch in die­sem De­zem­ber von ei­nem Frei­be­trag pro­fi­tie­ren.

In ei­ner Pres­se­mel­dung vom 30.10.2017 rät der Bun­des­ver­band Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ei­ne (BVL) Ar­beit­neh­mern da­zu, recht­zei­tig steu­er­min­dern­de Aus­ga­ben gel­tend zu ma­chen, um im letz­ten Mo­nat die­sen Jah­res we­ni­ger Lohn­steu­er zah­len zu müs­sen.

„Der An­trag auf Lohn­steu­er­er­mä­ßi­gung für 2017 soll­te noch im No­vem­ber ge­stellt wer­den, denn dann wer­den die ge­sam­ten Aus­ga­ben für 2017 im De­zem­ber 2017 als Frei­be­trag bei der Lohn­ab­rech­nung be­rück­sich­tigt. Der Net­to­be­trag von Weih­nachts­geld und De­zem­ber­ge­halt wird dann deut­lich hö­her aus­fal­len“, er­klär­te Erich Nöll, Ge­schäfts­füh­rer des BVL in der Mit­tei­lung.

Steu­er­lich be­rück­sich­tigt wer­den laut dem BVL u.a. Wer­bungs­kos­ten (Fahr­ten zur Ar­beit, Fort­bil­dun­gen, häus­li­ches Ar­beits­zim­mer etc.), die den Pausch­be­trag von 1.000 Eu­ro über­stei­gen. Au­ßer­dem ge­be es be­stim­me Son­der­aus­ga­ben über 36 Eu­ro oder au­ßer­ge­wöhn­li­che Be­las­tun­gen, wie z.B. Un­ter­halts­zah­lun­gen über 600 Eu­ro, die sich auf dem Lohn­zet­tel be­merk­bar ma­chen kön­nen.

Geht der An­trag recht­zei­tig beim zu­stän­di­gen Fi­nanz­amt ein, so stellt die­ses den Frei­be­trag über ein elek­tro­ni­sches Ab­ruf­ver­fah­ren für den Ar­beit­ge­ber be­reit. Der BVL emp­fiehlt, das Lohn­bü­ro vor­zei­tig dar­über zu in­for­mie­ren.

Mög­lich sei auch, zu­sätz­lich zu den steu­er­min­dern­den Aus­ga­ben aus 2017, noch je­ne des kom­men­den Jah­res an­zu­ge­ben, falls die­se in 2018 eben­falls an­fal­len. Än­de­run­gen sei­en dem Fi­nanz­amt je­doch mit­zu­tei­len. Wir die No­vem­ber-Frist ver­passt, d.h. wird der An­trag im De­zem­ber ge­stellt, so wird der Frei­be­trag bei der Lohn­ab­rech­nung im Ja­nu­ar be­rück­sich­tigt.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 28. März 2018

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