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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/185

Mehr­heit der Müt­ter wird nicht von Brü­cken­teil­zeit pro­fi­tie­ren

Der Groß­teil der in Teil­zeit ar­bei­ten­den Müt­ter er­füllt nicht die Vor­aus­set­zung für das ge­plan­te Rück­kehr­recht in Voll­zeit, da sie in klei­nen Be­trie­ben ar­bei­ten
Mann und Frau mit Kinderwagen

30.07.2018. (dpa/wie) - Nach­dem sich SPD und CDU/CSU im Ko­ali­ti­ons­ver­trag auf ein ge­setz­li­chen Rück­kehr­recht von Teil­zeit zu Voll­zeit (sog. Brü­cken­teil­zeit) ge­ei­nigt ha­ben (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/037 „Gro­Ko“ will Teil­zeit- und Be­fris­tungs­recht an­pas­sen), hat Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Hu­ber­tus Heil im April die­sen Jah­res ei­nen ent­spre­chen­den Re­fe­ren­ten­ent­wurf vor­ge­stellt (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/104 An­spruch auf Brü­cken­teil­zeit), wel­cher Mit­te Ju­ni von Bun­des­ka­bi­nett ab­ge­seg­net wur­de.

Der An­spruch auf Brü­cken­zeit soll laut dem ge­plan­ten Ge­setz je­doch nur für je­ne gel­ten, die in ei­nem Be­trieb mit min­des­tens 45 Be­schäf­tig­ten ar­bei­ten. Da­für gab es ins­be­son­de­re von der Links­par­tei Kri­tik. Des­halb stell­te die Links­frak­ti­on ei­ne An­fra­ge im Bun­des­tag, um her­aus­zu­fin­den ob ins­be­son­de­re in Teil­zeit ar­bei­ten­de Müt­ter von der neu­en Re­ge­lun­gen pro­fi­tie­ren.

Aus der Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung, die der "Rhei­ni­schen Post" vor­liegt, geht her­vor, dass es in Deutsch­land ins­ge­samt 5,1 Mil­lio­nen teil­zeit­be­schäf­tig­te Müt­ter gibt. Gut 3,1 Mil­lio­nen, al­so rund 60 Pro­zent ar­bei­ten in Be­trie­ben mit we­ni­ger als 50 Mit­ar­bei­tern. Es ist wohl da­von aus­zu­ge­hen, dass die meis­ten die­ser Be­trie­be auch die 45-Per­so­nen-Mar­ke nicht über­schrei­ten.

Die Lin­ke-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Su­san­ne Fer­schl warf der Uni­on vor, die Brü­cken­teil­zeit in den Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen mit der SPD be­schränkt zu ha­ben. "Wir brau­chen ein ech­tes Rück­kehr­recht von Teil- in Voll­zeit für al­le, und die Wün­sche der Be­schäf­tig­ten müs­sen ernst ge­nom­men wer­den", sag­te Fer­schl der Zei­tung.


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Letzte Überarbeitung: 23. Oktober 2018

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