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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/174

Mer­kel setzt sich für gu­te Löh­ne in der Pfle­ge ein

Bei ei­nem Be­such in ei­nem Pfle­ge­heim be­tont die Kanz­le­rin, dass sich der Fach­kräf­te­man­gel nur durch bes­se­re Be­zah­lung in den Griff be­kom­men lässt
Krankenpflegerin mit Seniorin, Pflegehilfe, Pflegeberufe

17.07.2018. (dpa/wie) - Die Be­schäf­tig­ten in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen "müs­sen gut be­zahlt wer­den, da­mit die Men­schen, die dort le­ben, auch gu­te Pfle­ge be­kom­men". Das ist die Kern­aus­sa­ge von Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) nach ih­rem Be­such am Mon­tag im evan­ge­li­schen Al­ten­heim St. Jo­han­nis­stift im ost­west­fä­li­schen Pa­der­born.

Wäh­rend des Wahl­kamp­fes im ver­gan­ge­nen Jahr ver­sprach Mer­kel ei­ner Pfle­ge­kraft im Pu­bli­kum ei­ner TV-Sen­dung, ihn bei der Ar­beit zu be­su­chen und lös­te dies nun ein. Et­wa zwei St­un­den ließ sich die Kanz­le­rin von Fre­di Ce­bi durch das Al­ten­heim füh­ren, der ihr da­mals vor lau­fen­den Ka­me­ras von der Per­so­nal­not und der man­geln­den Be­zah­lung be­rich­te­te.

Mer­kel konn­te sich nach ei­ge­ner Aus­sa­ge ein gu­tes Bild von der Viel­falt des Be­rufs ma­chen. Die Pfle­ge­kräf­te bräuch­ten mehr Zeit für die Pa­ti­en­ten und we­ni­ger Hek­tik. Zu­dem müss­te die Aus­bil­dungs­ver­gü­tung stei­gen und die Löh­ne müss­ten an­ge­mes­sen sein. "Wenn je­mand je­den Tag mit Men­schen ar­bei­tet, war­um soll­te der­je­ni­ge oder die­je­ni­ge dann nicht ge­nau­so gut ver­die­nen oder et­was mehr wie je­mand, der in ei­ner Bank ar­bei­tet oder an ei­ner Ma­schi­ne ar­bei­tet", so die Kanz­le­rin.

Laut ei­ner Stu­die des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) be­trägt die durch­schnitt­li­che Ver­gü­tung von Kran­ken­pfle­gern mo­nat­lich 3.239 Eu­ro und von Al­ten­pfle­gern nur 2.612 Eu­ro. Bun­des­weit sind in der Pfle­ge­bran­che 25.000 Fach­kraft­stel­len und 10.000 Hilfs­kraft­stel­len nicht be­setzt.

Ins­be­son­de­re gibt es auch deut­li­che re­gio­na­le Un­ter­schie­de. So ver­dien­te ei­ne Voll­zeit­kraft in Ba­den-Würt­tem­berg in 2016 im Schnitt 2.937 Eu­ro wäh­rend das Ge­halt in Sach­sen nur 1.985 Eu­ro be­trug.

Ei­ne Lö­sung zu fin­den, "da­mit al­le die Chan­ce ha­ben, gut be­zahlt zu wer­den, oh­ne dass wir ei­nen Zwang ma­chen", sei nun die ge­mein­sa­me Auf­ga­be von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU), Fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey und Ar­beits­mi­nis­ter Hu­ber­tus Heil (bei­de SPD).


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Letzte Überarbeitung: 20. November 2018

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