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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/279

Min­dest­lohn-Ei­ni­gung im Bau­haupt­ge­wer­be

Die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en des Bau­haupt­ge­wer­bes ha­ben sich Mit­te Ok­to­ber auf ei­ne Er­hö­hung des Min­dest­lohns ge­ei­nigt. Das Er­geb­nis wur­de nun von den Gre­mi­en ge­neh­migt.
Baustelle mit Bauarbeitern, Baugewerbe

03.11.2017. (dpa/wie) - Der Haupt­ver­band der Deut­schen Bau­in­dus­trie, der Zen­tral­ver­band des Deut­schen Bau­ge­wer­bes und die In­dus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Um­welt (IG BAU) ha­ben sich am 18.10.2017 nach ei­ner 14-stün­di­gen Ver­hand­lungs­run­de auf die Er­hö­hung der Min­dest­löh­ne 1 und 2 ge­ei­nigt.

Das vor­läu­fi­ge Er­geb­nis wur­de nun von den ent­spre­chen­den Gre­mi­en mit gro­ßer Mehr­heit be­stä­tigt. "Der nach schwie­ri­gen Dis­kus­sio­nen ge­fun­de­ne Kom­pro­miss trägt der gu­ten Bau­kon­junk­tur Rech­nung und stärkt zu­gleich die At­trak­ti­vi­tät der Bau­bran­che für Nach­wuchs­kräf­te und si­chert die Wett­be­werbs­fä­hig­keit deut­scher Bau­un­ter­neh­men ge­gen­über eu­ro­päi­schen Mit­be­wer­bern", sag­te Dipl.-oec. An­dre­as Schmieg, Vi­ze­prä­si­dent des Haupt­ver­ban­des der Deut­schen Bau­in­dus­trie und Ver­hand­lungs­füh­rer der Ar­beit­ge­ber nach den Ver­hand­lun­gen Mit­te Ok­to­ber in Frank­furt am Main.

Der Min­dest­lohn 1 gilt für Hel­fer­tä­tig­kei­ten auf dem Bau und wird von 11,30 Eu­ro in zwei Schrit­ten auf 12,20 Eu­ro in Ost- und West­deutsch­land an­ge­ho­ben. Min­dest­lohn 2 ist für Fach­kräf­te be­stimmt, gilt al­ler­dings nur in West­deutsch­land und Ber­lin. In der Haupt­stadt wird die der­zei­ti­ge Min­dest­ver­gü­tung von 14,55 Eu­ro bis 2019 auf 15,05 Eu­ro er­höht. Im Rest den al­ten Bun­des­län­dern steigt der Min­dest­lohn 2 von 14,70 Eu­ro auf in zwei Etap­pen auf 15,20 Eu­ro.

Zu­dem hat man sich dar­auf ge­ei­nigt, ei­ne Ex­per­ten­kom­mis­si­on ein­zu­set­zen, die u.a. ein Kon­zept für die Kon­trol­le der Ein­hal­tung des Min­dest­lohns 2 aus­ar­bei­ten soll. Als nächs­ten Schritt wird nun die All­ge­mein­ver­bind­lich­keit beim Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ar­beit und So­zia­les be­an­tragt.


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Letzte Überarbeitung: 28. März 2018

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