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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/210

Mit­tags­schläf­chen im Bü­ro

For­scher spre­chen sich für kur­ze "Power-Naps" in der Mit­tags­zeit aus, um der na­tür­li­che Mü­dig­keit zwi­schen 13:00 und 16:00 Uhr ent­ge­gen­zu­wir­ken
Geschäftsmann macht Mittagspause auf der Wiese, Erholung

27.08.2018. (dpa/wie) - Zwei Drit­tel der deut­schen Ab­neh­mer wür­den ger­ne re­gel­mä­ßig oder zu­min­dest manch­mal auf der Ar­beit ei­nen kur­zen Mit­tags­schlaf ab­hal­ten, sagt Utz Ni­k­las Wal­ter vom In­sti­tut für Be­trieb­li­che Ge­sund­heits­be­ra­tung (IFBG) in Kon­stanz.

Dies sei al­ler­dings bei Kol­le­gen und Chefs nicht gern ge­se­hen. "Dass Schlaf ein Leis­tungs­re­ser­voir ist, dass Schlaf bes­ser ist als die zehn­te Tas­se Kaf­fee, das spricht sich nur sehr lang­sam rum", so Wal­ter. Nach dem Mit­tag­es­sen wür­den die meis­ten mit dem "Sup­pen­ko­ma" kämp­fen, an­statt zu schla­fen.

Da­bei war­nen Ärz­te da­vor, ge­gen die in­ne­re Uhr an­zu­kämp­fen. Dies kön­ne zu Schlaf­stö­run­gen füh­ren, die zu Hun­dert­tau­sen­den von Krank­mel­dun­gen führ­ten. Dies kos­te die Wirt­schaft jähr­lich 60 Mil­li­ar­den Eu­ro, wie das US-Un­ter­neh­men Rand Cor­po­ra­ti­on für 2016 aus­rech­ne­te.

Des­halb spricht sich Wal­ter für die Rück­kehr zum Mit­tags­schlaf aus. Am bes­ten sol­le man sich da­für in der Zeit zwi­schen 13:00 und 16:00 Uhr ei­nem 15-mi­nü­ti­gen "Power-Nap" hin­ge­ben, da in die­ser Zeit ein im Bio­rhyth­mus be­grün­de­tes Mit­tags­tief ein­tritt.

Das Schläf­chen sol­le al­ler­dings nicht län­ger als 15 Mi­nu­ten dau­ern. Da­zu sol­le man die Zeit ab­schät­zen, die man zum ein­schla­fen be­nö­tigt und 15 Mi­nu­ten drauf­rech­nen und sich dann ei­nen ent­spre­chen­den We­cker stel­len. Ar­beit­neh­mer bzw. Selbst­stän­di­ge, die et­was mehr Zeit ha­ben oder sich die­se frei­er ein­tei­len kön­nen, könn­ten auch die aus­ge­dehn­te­re Va­ri­an­te mit min­des­tens zwei St­un­den wäh­len.

Ei­ne Ab­kehr des von vie­len Ma­na­gern ver­tre­te­nen Mot­tos "Snoo­zing is lo­sing", al­so "wer schlum­mert, ver­liert" kön­ne Feh­ler und Un­fäl­le am Ar­beits­platz re­du­zie­ren, so der Wis­sen­schaft­ler.


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Letzte Überarbeitung: 29. November 2018

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