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MVG-Warn­streik in Mün­chen

Auch an nor­ma­len Ta­gen ist der Münch­ner Ver­kehr häu­fig chao­tisch. Doch die Bür­ger re­agie­ren fle­xi­bel auf ei­nen Warn­streik im Nah­ver­kehr
Autos im Stau, Pendler, Straßenverkehr

09.07.2019. (dpa/fle) - Un­ge­ach­tet weit­ge­hend lahm­ge­leg­ter U-Bah­nen, Trams und Bus­se ist in Mün­chen das be­fürch­te­te gro­ße Ver­kehrs­cha­os bei ei­nem Warn­streik der Ge­werk­schaft Ver­di aus­ge­blie­ben.

Vie­le Pend­ler in der Lan­des­haupt­stadt wi­chen am Diens­tag­mor­gen auf Fahr­rad und Au­to aus.

Die Stra­ßen sei­en nicht über­füll­ter als üb­lich, teil­te die Münch­ner Po­li­zei mit. Die Münch­ner U-Bahn fiel kom­plett aus, Tram- und Bus­ver­kehr wa­ren stark ein­ge­schränkt.

Die Münch­ner Ver­kehrs­ge­sell­schaft MVG be­för­dert nach An­ga­ben des Un­ter­neh­mens täg­lich et­wa 1,5 Mil­lio­nen Men­schen. Des­we­gen hat­te es Be­fürch­tun­gen vor gro­ßen Staus ge­ge­ben. An­lass des Warn­streiks war ein haus­in­ter­ner Ta­rif­kon­flikt bei der MVG. Ver­di for­dert 200 EUR mehr Lohn im Mo­nat und wirft dem städ­ti­schen Un­ter­neh­men vor, sei­ne Fah­rer schlech­ter zu be­zah­len als an­de­re kom­mu­na­le Ver­kehrs­un­ter­neh­men, die sich an den Bran­chen­ta­rif­ver­trag hal­ten. "Wir wol­len den Ar­beit­ge­ber so­mit un­ter Druck set­zen, dass er be­reit ist, end­lich mehr Lohn für die Be­schäf­tig­ten hier in Mün­chen zu zah­len", sag­te ein Ver­di-Spre­cher.

Die MVG-Chef­eta­ge kri­ti­sier­te den Warn­streik als un­ver­hält­nis­mä­ßig: "Wir sind in ei­ner ab­stru­sen Si­tua­ti­on an­ge­kom­men", sag­te Ge­schäfts­füh­rer In­go Wort­mann. Denn die MVG bie­te ih­ren Mit­ar­bei­tern mehr Geld als von Ver­di ge­for­dert. Haupt­streit­punkt ist laut MVG die Dau­er des künf­ti­gen Ta­rif­ver­trags, an die­sem Mitt­woch steht die nächs­te Ver­hand­lungs­run­de an.

Auch aus dem Land­tag kam Kri­tik an dem Warn­streik: "Nicht nach­zu­voll­zie­hen ist al­ler­dings, war­um rund 1,5 Mil­lio­nen Men­schen an ei­nem Werk­tag um ihr mit Fahr­kar­ten er­kauf­tes Recht be­tro­gen wer­den, mit U-Bahn, Bus und Tram zur Ar­beit zu pen­deln, zum Arzt zu fah­ren oder ih­re Kin­der zur Schu­le zu brin­gen", sag­te Freie Wäh­ler-Frak­ti­ons­chef Flo­ri­an Streibl.

Ver­di be­en­de­te den Warn­streik am frü­hen Nach­mit­tag. Al­ler­dings lief der Be­trieb auch am spä­ten Nach­mit­tag noch nicht wie­der nor­mal. Am Nach­mit­tag stau­te sich dann auch der Ver­kehr in der In­nen­stadt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 10. Juli 2019

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