HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/212

Neue Aus­zah­lungs­me­tho­de für ALG-Vor­schuss im Test

Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit hat im Zu­ge ei­nes Test­laufs be­reits 500.000 Eu­ro an Ar­beits­lo­sen­geld-Vor­schüs­sen an der Su­per­markt­kas­se in bar aus­zah­len las­sen
Einzelhandel, Kassiererin im Supermarkt

28.08.2018. (dpa/wie) - Im No­vem­ber letz­ten Jah­res kün­dig­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) an, dass es Be­zie­hern von Ar­beits­lo­sen­geld künf­tig mög­lich sein soll, sich mit ei­nem Bar­code an der Kas­se im Su­per­markt ei­nen Vor­schuss in bar aus­zah­len zu las­sen (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/285 Ar­beits­lo­sen­geld-Vor­schuss beim Ein­kau­fen ab­ho­len).

Ins­be­son­de­re Hartz-IV-Emp­fän­ger sol­le so in fi­nan­zi­ell brenz­li­gen Si­tua­tio­nen ge­hol­fen wer­den. Ur­sprüng­lich stan­den da­für Au­to­ma­ten in ei­ni­gen Job­cen­tern und Ar­beits­agen­tu­ren zur Ver­fü­gung. Die­se sind al­ler­dings nur be­grenzt vor­han­den und zu­dem stör­an­fäl­lig und kost­spie­lig, so die BA.

Seit En­de Mai läuft nun der Test­lauf die­ses neu­en Sys­tems in ei­ni­gen Städ­ten. Bis Mit­te Au­gust wur­den be­reits rund 2.100 Aus­zah­lun­gen im Wert von et­wa 500.000 Eu­ro ge­leis­tet. Zu den Pi­lot­stand­or­ten ge­hö­ren Mün­chen, Schwan­dorf und Dort­mund so­wie die Job­cen­ter Bör­de, Dort­mund, Neu­wied, Ober­hau­sen, Salz­git­ter und Wolfs­burg. Dort kön­nen Leis­tungs­be­zie­her ei­nen von der Ar­beits­agen­tur aus­ge­stell­ten "neu­tral ge­hal­te­nen" Zet­tel mit ei­nem Bar­code an den Kas­sen der Su­per­mär­te und Dro­ge­rie­ket­ten Rewe, Pen­ny, Re­al, dm und Ross­mann vor­le­gen.

Dies sei sehr gut ak­zep­tiert wor­den und ver­lau­fe stö­rungs­frei, so die BA. Bis En­de Ja­nu­ar 2019 soll das Ver­fah­ren flä­chen­de­ckend ein­ge­führt wer­den. Nach der An­kün­di­gung hat­te die Links­par­tei Be­fürch­tun­gen ge­äu­ßert, das Vor­zei­gen ei­nes Schrei­bens vom Ar­beits­amt im Su­per­markt kön­ne zur Stig­ma­ti­sie­rung der Be­trof­fe­nen füh­ren. Die Agen­tur hält je­doch da­ge­gen, die Zahl­schei­ne sei­en an­onym und las­sen kei­ne Rück­schlüs­se auf das Ar­beits­amt zu. "An den Kas­sen ist nicht er­kenn­bar, ob es sich um ei­ne Bar­aus­zah­lung der Ar­beits­agen­tur oder ei­ne Rück­zah­lung aus ei­nem On­line­e­in­kauf han­delt."


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. Oktober 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de