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Neu­er Fei­er­tag für Ber­lin?

Die rot-rot-grü­ne Ko­ali­ti­on in der Haupt­stadt dis­ku­tiert der­zeit dar­über, an wel­chem zu­sätz­li­chen Tag die Ber­li­ner künf­tig ih­re Bei­ne hoch­le­gen kön­nen
Rotes Rathaus, Senat Berlin, Hauptstadt

23.04.2018. (dpa/wie) - Im bun­des­wei­ten Ver­gleich sind die Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner nicht ge­ra­de über­mä­ßig be­vor­zugt, was die An­zahl der lan­des­wei­ten Fei­er­ta­ge an­geht.

Mit neun ge­setz­li­chen Fei­er­ta­gen be­kom­men die Haupt­städ­ter zu­sam­men mit Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg, Bre­men und Nie­der­sach­sen die we­nigs­ten Ver­schnauf­pau­sen. In den süd­li­chen Bun­des­län­dern, wie Bay­ern, Saar­land und Ba­den-Würt­tem­berg gibt es sat­te zwölf freie Ta­ge (Quel­le: T-On­line.de "So un­ge­recht sind Fei­er­ta­ge in Deutsch­land ver­teilt" vom 16.02.2018).

"Bei al­lem preu­ßi­schen Ar­beits­ethos: Es ist nicht ein­zu­se­hen, war­um die Ber­li­ner da zu­rück­ste­hen sol­len", sag­te die Lin­ke-Lan­des­vor­sit­zen­de Ka­ti­na Schu­bert."Un­se­re Po­si­ti­on ist, dass die Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner ei­nen neu­en Fei­er­tag ver­die­nen."

Dem stimmt auch der re­gie­ren­de Bür­ger­meis­ter Mi­cha­el Mül­ler (SPD) zu. "Die Fra­ge ist nicht so sehr, ob wir ei­nen sol­chen Fei­er­tag be­kom­men, son­dern eher wel­chen", er­klär­te Mül­ler ge­gen­über der "Welt". Zur De­bat­te stün­den der 17. Ju­ni an­läss­lich des Volks­auf­stan­des in der DDR, der 8. Mai als Tag der Be­frei­ung von der Na­zi-Dik­ta­tur oder ein Ho­lo­caust-Ge­denk­tag am 27. Ja­nu­ar. "Es muss ein Tag sein, der ei­ne po­li­ti­sche Re­le­vanz in un­se­rer Ge­schich­te hat", so der Ber­li­ner Re­gie­rungs­chef.

Auch die Grü­nen-Frak­ti­on un­ter­stützt ein ent­spre­chen­des Vor­ha­ben, for­dert aber ei­ne se­riö­se De­bat­te un­ter Ein­be­zie­hung der Ber­li­ner Stadt­ge­sell­schaft, wie der par­la­men­ta­ri­sche Ge­schäfts­füh­rer der Grü­nen, Da­ni­el We­se­ner, mit­teil­te. Die AFD wä­re eben­falls an Bord, hal­te al­ler­dings den 18. März als Tag der März­re­vo­lu­ti­on oder den 23. Mai als Tag des Grund­ge­set­zes für ge­eig­ne­ter.

Zu­rück­hal­ten­der re­agier­te hin­ge­gen die In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK). "Die kon­kre­ten Aus­wir­kun­gen auf das Wirt­schafts­wachs­tum der Stadt las­sen sich zum ge­gen­wär­ti­gen Zeit­punkt nicht quan­ti­fi­zie­ren" sag­te Ma­ri­on Haß, Ge­schäfts­füh­re­rin der IHK. "Wir müs­sen aber da­von aus­ge­hen, dass sie das Wirt­schafts­wachs­tum ten­den­zi­ell ab­schwä­chen wer­den." Pro­fi­tie­ren könn­ten wo­mög­lich die Tou­ris­mus-Bran­che und das Gast­ge­wer­be.

Die FDP hat sich klar ge­gen ei­nen wei­te­ren Fei­er­tag aus­ge­spro­chen. "Ber­lin mag zwar bei den Fei­er­ta­gen Schluss­licht in Deutsch­land sein. Das ist das Land aber auch bei den wich­ti­gen wirt­schaft­li­chen Kenn­zah­len, wie et­wa bei der Ar­beits­lo­sen­quo­te", be­ton­te FDP-Wirt­schafts­ex­per­te Flo­ri­an Swy­ter. So­lan­ge es hier kei­ne Bes­se­rung ge­be, brau­che man nicht bei den frei­en Ta­gen "nach­zu­zie­hen".


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Letzte Überarbeitung: 27. August 2018

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