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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/148

Si­che­re Be­triebs­ren­te statt ho­her Ren­di­ten

Bei der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung ist den Be­schäf­tig­ten laut ei­ner Stu­die vor al­lem ein ge­rin­ges Ri­si­ko wich­tig
Sparschwein mit Aufschrift Altersvorsorge

20.06.2018. (dpa/wie) - Seit dem 01.01.2018 steht Ar­beit­ge­bern und Ar­beit­neh­mern die "rei­ne Bei­trags­zu­sa­ge" als Be­triebs­ren­ten­form zur Ver­fü­gung (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/167 Be­triebs­ren­ten­re­form 2017 be­schlos­sen).

Bei die­ser Art der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung zahlt der Ar­beit­ge­ber Bei­trä­ge zu ei­ner Pen­si­ons- oder Ver­sor­gungs­kas­se oder ei­ner pri­va­ten Le­bens­ver­si­che­rung, oh­ne je­doch für spä­te­re Ren­ten­zah­lun­gen haf­ten zu müs­sen. Es wird al­so kein fes­ter Be­trag zu­ge­si­chert son­dern nur noch als Ziel ge­nannt. Da­von kann der End­be­trag, ab­hän­gig von der Ka­pi­tal­ent­wick­lung, nach oben aber auch nach un­ten ab­wei­chen.

Den Be­schäf­tig­ten ist je­doch ge­ra­de die Si­cher­heit ih­rer Be­triebs­ren­te wich­tig, wie aus ei­ner am Diens­tag ver­öf­fent­lich­ten Un­ter­su­chung des Be­ra­tungs­un­ter­neh­mens Wil­lis Towers Wat­son her­vor­geht. Dem­nach fan­den 78 Pro­zent der Be­frag­ten ei­ne ri­si­ko­freie An­la­ge ih­rer Bei­trä­ge wich­ti­ger als ho­he Ren­di­ten. Das Si­cher­heits­be­dürf­nis der Ar­beit­neh­mer ist da­bei in den letz­ten zwei Jah­ren um 13 Pro­zent ge­stie­gen.

"Un­se­re Stu­die legt na­he, dass vie­le Ar­beit­neh­mer der rei­nen Bei­trags­zu­sa­ge skep­tisch ge­gen­über­ste­hen", er­klär­te Wil­lis-Towers-Wat­son Ex­per­te Wil­helm-Fried­rich Pu­sch­in­ski laut Mit­tei­lung. Knapp drei Vier­tel der Be­frag­ten möch­ten, dass ihr Ar­beit­ge­ber ei­ne ak­ti­ve Rol­le beim An­ge­bot ei­ner be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung über­nimmt, da sie sich von der Viel­zahl der Mög­lich­kei­ten über­for­dert füh­len.

Den meis­ten (69 Pro­zent) ist zu­dem wich­tig, dass die Be­triebs­ren­te bei ei­nem Ar­beit­ge­ber­wech­sel fort­ge­führt wer­den kann.


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Letzte Überarbeitung: 27. August 2018

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