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Som­mer-Ar­beits­lo­sig­keit in Bre­men

Für die Ex­per­ten ist klar: Wenn der Som­mer kommt, dann gibt es mehr Ar­beits­lo­se. Der An­stieg sei aber nur vor­über­ge­hend
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05.08.2019. (dpa/fle) - Die Ar­beits­lo­sig­keit in Nie­der­sach­sen und Bre­men ist we­gen der Som­mer­fe­ri­en wie je­des Jahr um die­se Zeit leicht ge­stie­gen.

In Nie­der­sach­sen wa­ren im Ju­li 222.448 Frau­en und Män­ner ar­beits­los - 4,5 Pro­zent mehr als im Ju­ni, aber 4,0 Pro­zent we­ni­ger als vor ei­nem Jahr, wie die Bun­des­agen­tur für Ar­beit am Mitt­woch mit­teil­te.

Die Ar­beits­lo­sen­quo­te stieg um 0,2 Punk­te auf 5,1 Pro­zent.

Im kleins­ten Bun­des­land Bre­men stieg die Quo­te eben­falls um 0,2 Punk­te auf al­ler­dings 10,2 Pro­zent. 36.803 Män­ner und Frau­en wa­ren dort im Ju­li ar­beits­los ge­mel­det. Das wa­ren 2,1 Pro­zent mehr als im Ju­ni und 3,5 Pro­zent mehr als vor ei­nem Jahr.

"Der Fe­ri­en-Ef­fekt zeigt sich, wenn jun­ge Leu­te ih­re Schu­le oder Aus­bil­dung ab­schlie­ßen und sich ei­ni­ge Wo­chen ar­beits­los mel­den, bis zum Bei­spiel der ers­te Ar­beits­ver­trag oder ein Stu­di­um an­steht", sag­te Bär­bel Hölt­zen-Sch­oh, Che­fin der Re­gio­nal­di­rek­ti­on Nie­der­sach­sen-Bre­men. Die­ser An­stieg der Ar­beits­lo­sen­zahl sei aber vor­über­ge­hend. Auch Zeit­ver­trä­ge lie­fen oft zur Ur­laubs­zeit aus. Be­trie­be ver­leg­ten Neu­ein­stel­lun­gen auf die Zeit nach den Fe­ri­en.

An­fang Au­gust be­ginnt zu­dem das neue Aus­bil­dungs­jahr. Al­ler­dings ha­ben Tau­sen­de Lehr­lin­ge und Lehr­stel­len in Nie­der­sach­sen noch nicht zu­ein­an­der ge­fun­den. Im Ju­li sei­en noch 15.000 nicht ver­sorg­te Be­wer­be­rin­nen und Be­wer­ber re­gis­triert ge­we­sen, teil­te die Ar­beits­agen­tur mit. Zu­gleich hät­ten die Be­trie­be 20.800 of­fe­ne Aus­bil­dungs­plät­ze an­ge­bo­ten.

Die Ar­beits­agen­tur ver­wies dar­auf, dass auch ein spä­te­rer Aus­bil­dungs­be­ginn mög­lich sei. Lehr­stel­len­be­wer­ber soll­ten sich an die Be­rufs­be­ra­tung wen­den. Den Be­trie­ben mit of­fe­nen Stel­len hel­fe der Ar­beit­ge­ber-Ser­vice der Agen­tur.

Die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten in Nie­der­sach­sen blieb im Ju­li der­weil den An­ga­ben zu­fol­ge sta­bil. Trotz Ein­trü­bung der Kon­junk­tur ver­such­ten Be­trie­be und Ver­wal­tun­gen, sich Fach­kräf­te zu si­chern. Die Fluk­tua­ti­on der Ar­beits­kräf­te sei hoch und es ge­lin­ge nicht im­mer, freie Stel­len rasch zu be­set­zen.

Re­gio­nal war die Ar­beits­lo­sig­keit in Nie­der­sach­sen un­ter­schied­lich ver­teilt. Die höchs­ten Ar­beits­lo­sen­quo­ten gab es in Wil­helms­ha­ven (10,7 Pro­zent) und Del­men­horst (9,8 Pro­zent). Der Groß­raum Han­no­ver lag mit 6,6 Pro­zent im Mit­tel­feld. Am nied­rigs­ten war die Quo­te im Wes­ten im Ems­land (2,5 Pro­zent) und in der Graf­schaft Bent­heim (2,6 Pro­zent).

Im Land Bre­men lag die Quo­te in Bre­mer­ha­ven mit 12,1 Pro­zent am höchs­ten. Die Per­so­nal­nach­fra­ge sei wei­ter hoch. Ge­sucht wür­den aber Fach­kräf­te, wäh­rend vie­le Ar­beits­lo­se nicht oder nur ge­ring qua­li­fi­ziert sei­en.

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Letzte Überarbeitung: 2. Oktober 2019

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