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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/272

Ta­rif­ei­ni­gung bei der Post­bank

Die dro­hen­den un­be­fris­te­ten Streiks bei der Post­bank konn­ten ab­ge­wen­det wer­den - Ge­werk­schaft und Ar­beit­ge­ber ha­ben sich auf mehr Geld und Kün­di­gungs­schutz ge­ei­nigt.
Postschalter

26.10.2017. (dpa/wie) - Am ver­gan­ge­nen Mon­tag be­gann in Ber­lin die vier­te Ver­hand­lungs­run­de zwi­schen der Ver­ein­ten Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (Ver.di) und der Post­bank über ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag für die rund 18.000 Be­schäf­tig­ten.

Nach et­li­chen Streiks in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/252 Ta­rif­streit bei der Post­bank dau­ert an) stimm­ten laut Ver.di in der letz­ten Wo­che fast 98 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten in ei­ner Ur­ab­stim­mung für un­be­fris­te­te Streiks als nächs­te Maß­nah­me.

Dies konn­te nun ver­mie­den wer­den, da sich die Par­tei­en auf ei­nen Kom­pro­miss ge­ei­nigt und den Ta­rif­kon­flikt da­mit be­en­det ha­ben.

Wie die Ge­werk­schaft am heu­ti­gen Don­ners­tag in ei­ner Pres­se­mel­dung mit­teil­te, be­inhal­tet der neue Ta­rif­ver­trag die Zu­si­che­rung des Un­ter­neh­mens, bis zum 30.06.2021 auf be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen zu ver­zich­ten. Dies war hin­sicht­lich der ge­plan­ten In­te­gra­ti­on der Post­bank in das Pri­vat- und Fir­men­kun­den­ge­schäft der Deut­schen Bank ei­nes der Haupt­for­de­run­gen der Ar­beit­neh­mer.

Au­ßer­dem wer­de es ei­ne Er­hö­hung der Ge­häl­ter in drei Schrit­ten auf ins­ge­samt 4,9 Pro­zent ge­ben. Aus­zu­bil­den­de er­hal­ten in zwei Schrit­ten ins­ge­samt 70 Eu­ro mehr. Der Ver­trag läuft 28 Mo­na­te und gilt auch für den Post­bank Fi­li­al­ver­trieb, die BHW-Grup­pe und wei­te­re Toch­ter­un­ter­neh­men.

Das Er­geb­nis liegt sehr na­he bei den For­de­run­gen, die Ver.di zu Be­ginn der Ver­hand­lun­gen for­mu­liert hat­te. Ur­sprüng­lich woll­te die Ge­werk­schaft ei­ne Ge­halts­er­hö­hung von fünf Pro­zent und Kün­di­gungs­schutz bis 2022. „Die ho­he Streik­be­reit­schaft der Be­schäf­tig­ten, mit der sie für die For­de­run­gen ge­kämpft ha­ben, hat sich in den schwie­ri­gen Ver­hand­lun­gen am En­de aus­ge­zahlt“, be­grün­de­te Ver.di-Ver­hand­lungs­füh­rer Jan Du­scheck den po­si­ti­ven Aus­gang.

Nun muss die Ei­ni­gung noch in ei­ner wei­te­ren Ur­ab­stim­mung von den Mit­glie­dern ge­bil­ligt wer­den.


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Letzte Überarbeitung: 28. März 2018

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