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Tie­re im Bü­ro wer­den im­mer be­lieb­ter

Den Be­ruf und ein Haus­tier mit­ein­an­der zu ver­ein­ba­ren ist für vie­le Ar­beit­neh­mer schwie­rig. Doch die Ak­zep­tanz für Tie­re auf dem Ar­beits­platz steigt
Alter Mann mit Hund im Wald

19.11.2018. (dpa/fle) - Im­mer mehr Tie­re dür­fen ih­re Be­sit­zer ins Bü­ro be­glei­ten. Die Zu­stim­mung für Tie­re am Ar­beits­platz stei­ge wei­ter, sagt der Deut­sche Tier­schutz­bund mit Sitz in Bonn.

Vor al­lem Hun­de sei­en be­liebt im Bü­ro­all­tag. Al­ler­dings lie­ge es beim Chef, dies zu er­lau­ben. Seit Jah­ren steigt die Zahl der Hun­de, Kat­zen, Na­ger und Vö­gel, die in deut­sche Haus­hal­te ein­zie­hen - vor al­lem in den Groß­städ­ten.

Je­der drit­te deut­sche Sing­le ha­be ein Tier, sagt Ant­je Schrei­ber vom Zen­tral­ver­band Zoo­lo­gi­scher Fach­be­trie­be Deutsch­lands. Vor al­lem die Zahl der Hun­de sei bun­des­weit zwi­schen 2016 und 2017 sprung­haft um et­wa 600.000 ge­stie­gen. 9,2 Mil­lio­nen Vier­bei­ner sei­en dem­nach in 18 Pro­zent der deut­schen Haus­hal­te zu Hau­se. Al­lein in Ber­lin le­ben ins­ge­samt rund 300.000 Hun­de.

In vie­len Start-ups ist es des­halb nicht un­ge­wöhn­lich, au­ßer den Kol­le­gen mor­gens auch de­ren Vier­bei­ner zu be­grü­ßen. Die Ak­zep­tanz, sein Tier mit ins Bü­ro zu brin­gen, sei in den letz­ten zehn Jah­ren merk­lich ge­stie­gen, sagt Lea Schmitz vom Deut­schen Tier­schutz­bund. Aus ih­rer Sicht ein po­si­ti­ver Trend: "Dann ist das Tier nicht den gan­zen Tag al­lein."

Nicht je­des Tier sei je­doch für den Bü­ro­all­tag ge­eig­net. Ka­nin­chen, Kat­zen oder Vö­gel, die we­ni­ger Auf­merk­sam­keit brau­chen, kön­nen auch zu Hau­se blei­ben. Das Trans­por­tie­ren und der All­tag im Bü­ro sind für die­se Tie­re meist zu stres­sig.

An­ders ist das bei Hun­den. Vier bis fünf St­un­den oh­ne Zu­wen­dung ist für man­che Vier­bei­ner schon zu viel. "Das kann sie ag­gres­siv ma­chen, weil sie nicht aus­ge­las­tet sind", sagt Schmitz.

Wie das Zu­sam­men­le­ben mit ei­nem Hund im Bü­ro funk­tio­nie­ren kann, weiß Mar­kus Bey­er, Vor­sit­zen­der des Bun­des­ver­bands Bü­ro­hund. Hun­de sorg­ten für Ent­span­nung bei den Mit­ar­bei­tern. "Das Strei­cheln setzt Hor­mo­ne frei, die Stress re­du­zie­ren", sagt Bey­er. Der Bü­ro­hund sen­ke das Ri­si­ko für ei­nen Burn-out.

Pro­ble­ma­tisch wird es al­ler­dings, wenn Kol­le­gen Angst vor Hun­den ha­ben. Es müs­se kla­re Re­geln ge­ben, so Bey­er. Zum Bei­spiel soll­te es Be­rei­che mit Lei­nen­pflicht oder hun­de­freie Zo­nen ge­ben, da­mit sich die Kol­le­gen si­cher füh­len. Angst vor Hun­den ver­schwin­det nicht von heu­te auf mor­gen. Und auch Hun­de brau­chen ih­re fes­ten Rück­zugs­or­te, um sich un­ge­stört aus­ru­hen zu kön­nen.

Laut der Web­sei­te des Bun­des­ver­bands Bü­ro­hund, sind 28 Ar­beit­ge­ber in der Haupt­stadt zer­ti­fi­zier­te "Bü­ro­hund­un­ter­neh­men". Vom Se­nio­ren­heim bis zur Steu­er­be­ra­tung ist al­les da­bei.

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Letzte Überarbeitung: 19. November 2018

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