HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 19/158

Ta­rif­be­schäf­tig­te er­hal­ten öf­ter Ur­laubs­geld

Das Ur­laubs­geld steigt in die­sem Jahr auf durch­schnitt­lich 1.281 EUR. Bun­des­weit gibt es da­bei je­doch gro­ße Un­ter­schie­de
Urlaubsgeld, Liegestuhl mit Geldschein

04.07.2019. (dpa/fle) - We­ni­ger als die Hälf­te der Ta­rif­be­schäf­tig­ten in Deutsch­land (47 Pro­zent) be­kommt ei­nen Zu­schuss zur Ur­laubs­kas­se.

Im Durch­schnitt er­hal­ten sie in die­sem Jahr brut­to 1.281 EUR Ur­laubs­geld, wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt am Don­ners­tag in Wies­ba­den mit­teil­te.

Das sind 3,6 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Al­ler­dings gibt es deut­li­che Un­ter­schie­de zwi­schen ein­zel­nen Bran­chen so­wie zwi­schen Ost und West.

Kein ge­son­der­tes Ur­laubs­geld gibt es im Be­reich öf­fent­li­che Ver­wal­tung, Ver­tei­di­gung und So­zi­al­ver­si­che­rung. Es wird mit dem Weih­nachts­geld zu ei­ner ein­heit­li­chen Jah­res­son­der­zah­lung zu­sam­men­ge­fasst.

Über­durch­schnitt­lich hoch ist das Plus für die er­hol­sams­ten Wo­chen des Jah­res un­ter an­de­rem im Ma­schi­nen­bau (2.358 EUR) und in der Au­to­mo­bil­wirt­schaft (2.113 EUR). Dort ha­ben auch na­he­zu al­le Ta­rif­be­schäf­tig­ten ei­nen An­spruch auf die Son­der­zah­lung.

Den größ­ten Zu­schuss für die Ur­laubs­kas­se er­hal­ten den An­ga­ben zu­fol­ge Ta­rif­mit­ar­bei­ter in der Ver­lags­bran­che mit 2.613 EUR. Knapp 90 Pro­zent ha­ben dort An­spruch auf das Zu­satz­plus. Mehr als 2.000 EUR gibt es auch in der En­er­gie­ver­sor­gung, bei Ver­si­che­run­gen und Fi­nanz­dienst­leis­tern.

Na­he am Durch­schnitt liegt das Ur­laubs­geld un­ter an­de­rem im Hoch- und Tief­bau, in der Che­mie so­wie im Ein­zel­han­del. Deut­lich nied­ri­ger fällt es mit 225 EUR in der Zeit­ar­beits­bran­che aus.

Auch die Re­gi­on, in der man ar­bei­tet, spielt ei­ne Rol­le. Ta­rif­be­schäf­tig­te im frü­he­ren Bun­des­ge­biet be­kom­men nach An­ga­ben der Wies­ba­de­ner Be­hör­de im Schnitt 1.317 EUR, in den neu­en Län­dern sind es 927 EUR.

Ei­nen ge­setz­li­chen An­spruch die Son­der­zah­lung gibt es grund­sätz­lich nicht. Der Zu­schuss kann vom Ar­beit­ge­ber frei­wil­lig ge­leis­tet wer­den oder ta­rif­lich ver­ein­bart sein.

Nach An­ga­ben des WSI-Ta­rif­ar­chivs der ge­werk­schaft­li­chen Hans-Böck­ler-Stif­tung spielt für die Aus­sich­ten auf Ur­laubs­geld auch die Grö­ße des Be­triebs ei­ne Rol­le.

Von den Ar­beit­neh­mern in Klein­be­trie­ben mit we­ni­ger als 100 Be­schäf­tig­ten er­hal­ten den An­ga­ben zu­fol­ge nur 37 Pro­zent Ur­laubs­geld. In grö­ße­ren Be­trie­ben mit mehr als 500 Mit­ar­bei­tern steigt der An­teil auf 61 Pro­zent. Das hat­te das WSI jüngst auf Grund­la­ge ei­ner On­line-Be­fra­gung von mehr als 123.000 Ta­rif­be­schäf­tig­ten und Mit­ar­bei­tern in nicht­ta­rif­ge­bun­de­nen Un­ter­neh­men er­mit­telt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 19. August 2019

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Für Personaler, betriebliche Arbeitnehmervertretungen und andere Arbeitsrechtsprofis: "Update Arbeitsrecht" bringt Sie regelmäßig auf den neusten Stand der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung. Informationen zu den Abo-Bedingungen und ein kostenloses Ansichtsexemplar finden Sie hier:

Alle vierzehn Tage alles Wichtige
verständlich / aktuell / praxisnah

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2019:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de