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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/073

Ver.di for­dert mehr Geld für Te­le­kom-Be­schäf­tig­te

Die Ta­rif­ver­hand­lun­gen bei dem Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zern be­fin­det sich be­reits in der drit­te Run­de und ei­ne An­nä­he­rung ist bis jetzt nicht in Sicht
Techniker basteln am Internet Router, Telekommunikation, Arbeiter, Telekom

21.03.2018. (dpa/wie) - Am 20. Fe­bru­ar die­ses Jah­res be­gan­nen die Ta­rif­ge­sprä­che zwi­schen der Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver.di und dem Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men Te­le­kom.

So­wohl die ers­te als auch die zwei­te Ver­hand­lungs­run­de am 8. März en­de­ten er­geb­nis­los. Auch in den ak­tu­el­len Ge­spräch, wel­che am heu­ti­gen Diens­tag star­te­ten und noch bis Don­ners­tag an­dau­ern wer­den, gilt ein Durch­bruch als un­wahr­schein­lich.

Des­halb hat die Ge­werk­schaft für den mor­gi­gen Mitt­woch et­wa 3.500 Mit­ar­bei­ter des Un­ter­neh­mens zur Ar­beits­nie­der­le­gung auf­ge­ru­fen. Die­se be­trä­fen den Kun­den­ser­vice, Au­ßen­dienst und die Tech­nik, sag­te Ver­di-Ar­beits­kampf­lei­ter Pe­ter Prai­kow in Ber­lin vor Be­ginn der drit­ten Ver­hand­lungs­run­de. Im Ge­gen­satz zu den bis­he­ri­gen Warn­streiks, die je­weils et­wa vier bis fünf St­un­den dau­er­ten, wer­de es die­ses Mal "voll­schich­ti­ge" Streiks ge­ben, so Prai­kow.

Ver.di for­dert für den künf­ti­gen Ta­rif­ver­trag ei­ne Ge­halts­er­hö­hung der 55.000 Be­schäf­tig­ten um 5,5 Pro­zent. Zu­dem sol­len die rund 7.000 Aus­zu­bil­den­den und dua­len Stu­den­ten 75 Eu­ro im Mo­nat mehr be­kom­men. Letz­te­res ent­sprä­che ei­nem Plus von 7,5 bis 8,0 Pro­zent, je nach Aus­bil­dungs­jahr.

Ein An­ge­bot der Ar­beit­ge­ber liegt noch nicht vor. Zu Be­ginn der Ver­hand­lun­gen im Fe­bru­ar sag­te die Per­so­nal­che­fin der Te­le­kom Deutsch­land, Si­mo­ne Thiä­ner, "die Te­le­kom strebt ei­nen maß­vol­len, aus­ge­wo­ge­nen Ab­schluss an". Da­bei müss­ten die künf­ti­gen wirt­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen be­rück­sich­tigt wer­den.

Prai­kow for­der­te das Un­ter­neh­men da­zu auf, ein "ver­hand­lungs­fä­hi­ges An­ge­bot" ab­zu­ge­ben. Die vier­te Ver­hand­lungs­run­de ist be­reits für den 11. und 12. April in Nord­rhein-West­fa­len ge­plant.


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Letzte Überarbeitung: 21. März 2018

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