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Ver.di ge­gen Sonn­tags­öff­nung an Hei­lig­abend

Da­mit die Be­schäf­tig­ten im Ein­zel­han­del mit ih­ren Fa­mi­li­en Weih­nach­ten fei­ern kön­nen, ruft die Ge­werk­schaft zu ei­nem Ein­kaufs­ver­zicht am 24. De­zem­ber auf.
Weihnachten, Adventskranz

06.11.2017. (dpa/wie) - Die Weih­nachts­fei­er­ta­ge lie­gen die­ses Jahr ei­gent­lich sehr ar­beit­neh­mer­freund­lich. Mit nur drei Ur­laubs­ta­gen soll­te man über Weih­nach­ten und Sil­ves­ter et­was Ru­he ha­ben. Bei vie­len Be­schäf­tig­ten im Ein­zel­han­del sorgt die­se Ver­tei­lung je­doch für Un­mut.

Wie in den Vor­jah­ren sol­len die Lä­den an ei­ni­gen Ad­vents­sonn­ta­gen ge­öff­net wer­den. Des­halb den­ken man­che Ein­zel­han­dels­be­trei­ber dar­über nach, vom tra­di­tio­nell gro­ßen An­drang am 24. De­zem­ber, dem vier­ten Ad­vent, zu pro­fi­tie­ren. "Wenn Hei­lig­abend die­ses Jahr ein Sonn­tag ist, ist die Über­le­gung, ge­ra­de an die­sem Tag die Sonn­ta­g­öff­nungs­zei­ten an­wen­den zu wol­len, un­glaub­lich zy­nisch", sag­te Ver.di-Bun­des­vor­stands­mit­glied Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger der dpa.

Die Re­ge­lun­gen zu Öff­nungs- bzw. La­den­schluss­zei­ten wer­den auf Lan­des­ebe­ne ge­trof­fen. In ei­ni­gen Bun­des­län­dern, wie et­wa Nord­rhein-West­fa­len, ist ei­ne zeit­lich be­fris­te­te Öff­nung an Hei­lig­abend von Le­bens­mit­tel­märk­ten zu­läs­sig. Des­we­gen hat die Ge­werk­schaft zu ei­nem Ein­kaufs­ver­zicht am 24. De­zem­ber auf­ge­ru­fen. "Die Ein­zel­han­dels­be­schäf­tig­ten wol­len sich wie je­der an­de­re auf das Weih­nachts­fest vor­be­rei­ten und ge­mein­sam mit ih­ren Fa­mi­li­en fei­ern", so Nut­zen­ber­ger.

Vie­le gro­ße Han­dels­ket­ten ha­ben be­reits an­ge­kün­digt, auf ei­ne Öff­nung zu ver­zich­ten. "Am Hei­lig­abend den­ken wir hier vor al­lem an un­se­re Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, die nach ei­ner lan­gen, in­ten­si­ven Wo­che in Ru­he das Weih­nachts­fest be­ge­hen sol­len", er­klär­te bei­spiels­wei­se der Han­dels­kon­zern Al­di. Auch Rewe will sei­ne Fi­li­al­märk­te ge­schlos­sen hal­ten. Al­ler­dings ha­be man auf die Öff­nungs­zei­ten der rund 1.200 selbst­stän­dig be­trie­be­nen Märk­te kei­nen Ein­fluss. "Es gibt ei­ni­ge, die auf­ma­chen wol­len", sag­te ei­ne Rewe-Spre­cher.

Auch bei Ede­ka wer­den die meis­ten Su­per­märk­te von selbst­stän­di­gen Kauf­leu­ten ge­führt, wel­che ei­gen­stän­dig über die Öff­nungs­zei­ten ent­schei­den. Lidl konn­te noch kei­ne Aus­kunft ge­ben.

Laut Si­mo­ne Schwan, Spre­che­rin des Han­dels­ver­bands Nord­rhein-West­fa­len, wer­den vor­aus­sicht­lich et­wa 20 Pro­zent der Lä­den die Tü­ren am 24. De­zem­ber öff­nen. "Im Mo­ment sieht es so aus, als wenn die meis­ten ge­schlos­sen ha­ben", er­gänz­te sie.


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Letzte Überarbeitung: 28. März 2018

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