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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/132

Vie­le Be­schäf­tig­te der Bun­des­re­gie­rung sach­grund­los be­fris­tet

Die An­kün­di­gung der Re­gie­rung im Ko­ali­ti­ons­ver­trag, Be­fris­tun­gen oh­ne Sach­grund ein­zu­däm­men, wird auch in den ei­ge­nen Rei­hen Kon­se­quen­zen ha­ben
Bundestag Berlin, Reichstag, Bundestagsabgeordnete, Diäten

04.06.2018. (dpa/wie) - Ar­beits­ver­trä­ge kön­nen nach der­zei­ti­gem Recht im All­ge­mei­nen nur bis zu ei­ner Höchst­dau­er von zwei Jah­ren oh­ne ei­nen Sach­grund be­fris­tet wer­den. Bis zu die­ser Höchst­dau­er kön­nen sie auch nur drei­mal ver­län­gert wer­den.

Die Bun­des­re­gie­rung hat in ih­rem Ko­ali­ti­ons­ver­trag fest­ge­legt, dass sie den Miss­brauch von Be­fris­tun­gen be­kämp­fen wol­len, in­dem die Mög­lich­kei­ten der sach­grund­lo­sen Be­fris­tung ein­ge­schränkt wer­den (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/037 "Gro­Ko" will Teil­zeit- und Be­fris­tungs­recht an­pas­sen).

Das soll um­ge­setzt wer­den, in­dem Ar­beit­ge­ber mit mehr als 75 Be­schäf­tig­ten nur noch ma­xi­mal 2,5 Pro­zent ih­rer An­ge­stell­ten oh­ne Sach­grund be­fris­ten dür­fen. Auch die Höchst­dau­er soll von 24 auf 18 Mo­na­te re­du­ziert wer­den. In­ner­halb die­ser Zeit soll nur noch ei­ne Ver­län­ge­rung zu­läs­sig sein.

Laut der "Rhei­ni­schen Post" stell­te sich nun her­aus, dass die Bun­des­re­gie­rung als Ar­beit­ge­ber das In­stru­ment der sach­grund­lo­sen Be­fris­tung bei mehr als der Hälf­te al­ler ih­rer Be­fris­tungs­fäl­le nutzt. Dem­nach ge­be es der­zeit et­wa 7.900 sach­grund­los be­fris­te­te Be­schäf­tig­te, wie aus ei­ner Ant­wort der Re­gie­rung auf ei­ne Fra­ge des FDP-Ab­ge­ord­ne­ten Ot­to Fri­cke her­vor geht.

Al­lein im Bun­des­mi­nis­te­ri­um des In­nern, für Bau und Hei­mat hät­ten En­de Ja­nu­ar 4.541 von 5.595 be­fris­tet be­schäf­tig­ten Mit­ar­bei­tern ei­ne sach­grund­lo­se Be­fris­tung ge­habt.


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Letzte Überarbeitung: 4. Juni 2018

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