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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/043

Vie­le Be­schäf­tig­te ge­hen trotz Krank­heit zur Ar­beit

Laut der Stu­die "DGB-In­dex Gu­te Ar­beit 2017" des Deut­schen Ge­werk­schafts­bunds ge­hen zwei von drei Ar­beit­neh­mern krank zur Ar­beit
Arbeitnehmer krank auf der Arbeit

16.02.2018. (dpa/wie) - "An wie vie­len Ta­gen ist es bei Ih­nen in den letz­ten 12 Mo­na­ten vor­ge­kom­men, dass Sie ge­ar­bei­tet ha­ben, ob­wohl Sie sich rich­tig krank ge­fühlt ha­ben?" - Die­se Fra­ge stell­te der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund (DGB) 4.811 Be­schäf­tig­ten im Rah­men ei­ner Re­prä­sen­ta­tiv­um­fra­ge zum DGB-In­dex Gu­te Ar­beit 2017.

Zwei Drit­tel der Be­frag­ten ga­ben an, min­des­tens an ei­nem Tag trotz Krank­heit zur Ar­beit ge­gan­gen zu sein, wie der DGB am Don­ners­tag auf Grund­la­ge ei­ner Son­der­aus­wer­tung zum DGB-In­dex Gu­te Ar­beit mit­teil­te (Pres­se­mit­tei­lung vom 15.02.2018). Bei 17 Pro­zent wa­ren es so­gar ein bis zwei Wo­chen, die sie krank am Ar­beits­platz ver­bracht ha­ben und fast 30 Pro­zent ar­bei­te­ten zwei Wo­chen oder län­ger, ob­wohl sie sich nicht ge­sund fühl­ten.

Im Ver­gleich zu der Er­he­bung im Jahr 2016 ha­ben sich die­se Wer­te kaum ge­än­dert, so der DGB. "Wenn man krank ist, bleibt man zu Hau­se, we­nigs­tens für ein paar Ta­ge, al­les an­de­re ist un­ver­nünf­tig", sag­te Udo Buch­holz, In­fek­ti­ons­e­pi­de­mio­lo­ge am Ro­bert-Koch-In­sti­tut der Zei­tung "Die Welt". Denn dann wer­de man schnel­ler wie­der ge­sund. "Und in den ers­ten bei­den Ta­gen ist man be­son­ders an­ste­ckend."

Al­ler­dings sei die Wahr­schein­lich­keit, im ei­ge­nen Hau­se je­man­den an­zu­ste­cken in der Re­gel ge­nau­so hoch, er­klär­te Buch­holz, da der Kon­takt zu Per­so­nen im Haus­halt meist en­ger und häu­fi­ger als am Ar­beits­platz aus­fällt. "Im Er­geb­nis hält sich das epi­de­mio­lo­gisch viel­leicht so­gar die Waa­ge."

Der DGB spricht in sei­ner Mel­dung in Be­zug auf das Ar­bei­ten trotz Krank­heit von "Prä­sen­tis­mus".


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Letzte Überarbeitung: 23. März 2018

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