HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/264

Vie­le Füh­rungs­kräf­te be­dau­ern ih­ren letz­ten Job­wech­sel

Ei­ner ak­tu­el­len Stu­die zu­fol­ge ist ein Groß­teil der Ma­na­ger und Füh­rungs­kräf­te mit der fi­nan­zi­el­len Ent­wick­lung und dem Ar­beits­pen­sum im neu­en Job un­zu­frie­den.
Unzufriedenheit mit dem Job, Überarbeiteter Büro-Mitarbeiter, Führungskraft

18.10.2017. (dpa/wie) - Die Frank­fur­ter Bau­mann Un­ter­neh­mens­be­ra­tung hat 236 Füh­rungs­kräf­te aus den Bran­chen Lo­gis­tik und Trans­port, IT, Ge­sund­heit, Au­to­mo­bil und Ma­schi­nen­bau für die Stu­die "Job­wech­sel - und dann?" be­fragt, wie zu­frie­den sie mit ih­rer letz­ten be­ruf­li­chen Ver­än­de­rung sind.

Mehr als je­der vier­te Teil­neh­mer (28 Pro­zent) gab an, zu­min­dest teil­wei­se zu be­dau­ern, die neue Stel­le an­ge­tre­ten zu ha­ben. In der IT-Bran­che war die Ent­täu­schung mit 37 Pro­zent am wei­tes­ten ver­brei­tet. Ins­be­son­de­re die 30- bis 39-jäh­ri­gen Ma­na­ger klag­ten über den neu­en Job.

Haupt­grün­de für die Un­zu­frie­den­heit sei­en die fi­nan­zi­el­le Ent­wick­lung und die Ar­beits­be­las­tung. Mehr als die Hälf­te (60 Pro­zent) hät­ten sich laut der Be­fra­gung vom neu­en Job grö­ße­re Sprün­ge bei der Ver­gü­tung er­war­tet. Be­son­ders Mit­ar­bei­ter über 50 Jah­re de­ren letz­ter Un­ter­neh­mens­wech­sel mehr als sechs Jah­re zu­rück­liegt, sei­en von der fi­nan­zi­el­len Si­tua­ti­on ent­täuscht. "Bei län­ge­rer Un­ter­neh­mens­zu­ge­hö­rig­keit ist es schwie­rig, gro­ße Ge­halts­sprün­ge aus­zu­han­deln. Oft­mals ist in die­ser Si­tua­ti­on ein Job­wech­sel die ein­zi­ge Mög­lich­keit, deut­lich bes­ser be­zahlt zu wer­den" er­klärt Dr. Mi­cha­el Fal­ler, Ge­schäfts­füh­rer der Bau­mann Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Exe­cu­ti­ve Se­arch.

Die et­was jün­ge­ren Füh­rungs­kräf­te ha­dern laut der Bau­mann-Stu­die eher mit dem un­er­war­tet ho­hen Ar­beits­pen­sum. Dies sei auch auf die neue Ge­ne­ra­ti­on von Ma­na­gern zu­rück­zu­füh­ren, die nicht mehr be­reit sei, "sich un­ter Zu­rück­stel­lung ih­res Pri­vat­le­ben so in die Ar­beit zu stür­zen wie dies die Jahr­gän­ge vor ihr ge­tan ha­ben", so Fal­ler.

Des Wei­te­ren wer­de neu ein­ge­stell­ten Füh­rungs­kräf­ten heu­te deut­lich mehr Ver­ant­wor­tung über­tra­gen. Mi­cha­el Fal­ler zu­fol­ge wur­den Ma­na­ger frü­her vor al­lem we­gen ih­rer fach­li­chen Ex­per­ti­se ein­ge­stellt. Heu­te wür­den da­ge­gen "zu­sätz­lich Stra­te­gie-, In­no­va­ti­ons- und Chan­ge­kom­pe­tenz vor­aus­ge­setzt". Dies tref­fe al­ler­dings we­ni­ger auf weib­li­che als auf männ­li­che Mit­ar­bei­ter zu. Wäh­rend von 51 Pro­zent der Män­ner er­war­tet wer­de, In­no­va­tio­nen vor­an­zu­trei­ben, gilt dies nur für 32 Pro­zent der weib­li­chen Che­fin­nen. Ein ähn­li­ches Miss­ver­hält­nis er­gab die Stu­die bei der Ein­bin­dung in die Un­ter­neh­mens­stra­te­gie (Män­ner 42 Pro­zent; Frau­en 24 Pro­zent).

Des­halb emp­fiehlt Fal­ler: "Un­ter­neh­men soll­ten das eben­so gro­ße Po­ten­zi­al weib­li­cher Füh­rungs­kräf­te bes­ser für sich nut­zen."


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 22. Januar 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de