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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/039

Vie­le Krank­heits­ta­ge bei Ber­li­ner Be­am­ten

Be­am­te und An­ge­stell­te des Lan­des Ber­lin mel­de­ten sich im Jahr 2016 im Schnitt fünf­ein­halb Wo­chen krank
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), Krankschreibung, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

13.02.2018. (dpa/wie) - Der Kran­ken­stand im öf­fent­li­chen Dienst Ber­lins war im Jahr 2016 auf­fal­lend hoch. Aus ei­ner Ant­wort der Se­nats­fi­nanz­ver­wal­tung auf ei­ne An­fra­ge der FDP geht her­vor, dass die 115 000 Be­schäf­tig­ten im öf­fent­li­chen Dienst, ein­ge­rech­net die Be­am­ten und An­ge­stell­ten in den Se­nats­ver­wal­tun­gen und Be­zir­ken, an 37,5 Ka­len­der­ta­gen krank­ge­mel­det wa­ren.

Die meis­ten Aus­fäl­le gab es dem­nach bei der Ber­li­ner Po­li­zei. Dort ka­men die knapp 22.000 Be­schäf­tig­ten auf durch­schnitt­lich 49 Ka­len­der­ta­ge, an de­nen sie ar­beits­un­fä­hig wa­ren. Bei den knapp 4.000 Feu­er­wehr­leu­ten la­gen die Wer­te mit 48 Ta­gen fast ge­nau­so hoch. In den Jah­ren zu­vor wa­ren es im Schnitt et­wa 44 Ta­ge.

Die knapp 42.000 Leh­rer in der Haupt­stadt er­schie­nen et­was mehr als vier Wo­chen (31 Ta­ge) krank­heits­be­dingt nicht zur Ar­beit und da­mit ähn­lich oft wie in den Vor­jah­ren. In 2012 wa­ren es al­ler­dings et­was mehr als 37 Ta­ge. Den nied­rigs­ten Kran­ken­stand un­ter den Be­am­ten wur­de in der Se­nats­kanz­lei des Re­gie­ren­den Bür­ger­meis­ters ver­zeich­net, wo 27 Krank­heits­ta­ge pro Be­schäf­tig­ten ge­zählt wur­den.

Der FDP-In­nen­po­li­ti­ker Mar­cel Lu­the nann­te als Grün­de für den ho­hen Wert bei der Po­li­zei "mas­si­ve Über­stun­den, feh­len­den Ar­beits­schutz und man­geln­de An­er­ken­nung". Da­durch sei­en "nicht nur die Si­cher­heit in Ber­lin selbst, son­dern auch die dort Be­schäf­tig­ten mas­siv krank", kri­ti­sier­te Lu­the. Der Se­nat ha­be nichts un­ter­nom­men, ob­wohl die Zah­len schon frü­her hoch wa­ren.

Zah­len für 2017 lie­gen noch nicht vor.


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Letzte Überarbeitung: 28. Oktober 2018

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