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Volks­wa­gen setzt auf Elek­tro­fahr­zeu­ge

Künf­tig sol­len Elek­tro­fahr­zeu­ge nicht nur in Zwi­ckau, son­dern auch in Em­den und Han­no­ver ge­baut wer­den
Autoproduktion in Fabrik

15.11.2018. (dpa/fle) - Der welt­größ­te Au­to­bau­er Volks­wa­gen setzt voll auf die Kar­te Elek­tro­au­to - und auf den Stand­ort Deutsch­land. Künf­tig sol­len nicht nur in Zwi­ckau, son­dern auch an den bei­den VW-Stand­or­ten Han­no­ver und Em­den E-Au­tos ge­baut wer­den.

Bei der Um­stel­lung der Pro­duk­ti­on er­hal­ten die Be­schäf­tig­ten zu­sätz­li­chen Schutz, wie VW mit­teil­te: Es sei ei­ne Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung bis En­de 2028 ver­ein­bart wor­den.

Weil für den Bau von E-Au­tos we­ni­ger Ar­beits­kräf­te be­nö­tigt wer­den, soll die Be­schäf­ti­gung mit Hil­fe von Al­ters­teil­zeit sin­ken. Be­fris­tet be­schäf­tig­ten Ar­beit­neh­mern soll­ten un­be­fris­te­te Ar­beits­ver­trä­ge bei Por­sche und im VW-Werk Kas­sel an­ge­bo­ten wer­den.

Bis­lang gilt für die Volks­wa­gen-Be­leg­schaf­ten in Deutsch­land ei­ne Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung bis 2025. Gleich­zei­tig soll die Stel­len­zahl aber lang­fris­tig sin­ken.

"Volks­wa­gen setzt sei­ne Elek­tro-Of­fen­si­ve kon­se­quent um", sag­te Kon­zern­chef Her­bert Diess am Mitt­woch. Er be­ton­te mit Blick auf die Wer­ke Em­den und Han­no­ver: "Mit die­sem Schritt sor­gen wir auch für ei­ne nach­hal­ti­ge Zu­kunfts­per­spek­ti­ve für bei­de Stand­or­te."

Die Au­to­bran­che steckt der­zeit in ei­nem tief­grei­fen­den Wan­del hin zu E-Mo­bi­li­tät und Di­gi­ta­li­sie­rung. Gleich­zei­tig steigt die Nach­fra­ge nach den be­lieb­ten Stadt­ge­län­de­wa­gen (SUV). Da­ge­gen sind Li­mou­si­nen we­ni­ger ge­fragt, was in Em­den wie­der­holt zu Kurz­ar­beit ge­führt hat. Dort pro­du­zie­ren rund 9.000 Ar­beit­neh­mer bis­lang die Mo­del­le Pas­sat und Ar­te­on. Die Fer­ti­gung der Pas­sat-Li­mou­si­ne könn­te nun nach Ost­eu­ro­pa ver­legt wer­den.

"Der Stand­ort Em­den soll mit zu­kunfts­fä­hi­gen Pro­duk­ten nach­hal­tig aus­ge­las­tet und zum Stand­ort für Elek­tro­fahr­zeu­ge um­ge­baut wer­den, um da­mit nach­hal­tig Be­schäf­ti­gung am Stand­ort zu si­chern", sag­te Per­so­nal­vor­stand Gun­nar Ki­li­an. "Vor­aus­set­zung für die Trans­for­ma­ti­on ist die wei­te­re Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung der Kos­ten­struk­tu­ren. Hier­zu sind kon­ti­nu­ier­li­che Pro­duk­ti­vi­täts- und Ef­fi­zi­enz­stei­ge­run­gen er­for­der­lich." Mit Blick auf die Be­leg­schaft und die Plä­ne zur Al­ters­teil­zeit sag­te er: "Ich bin über­zeugt, dass uns der Um­bau gut ge­lin­gen wird."

Die Ar­beits­plät­ze von 500 be­fris­tet be­schäf­tig­ten Mit­ar­bei­tern in Em­den ent­fie­len "recht kurz­fris­tig", kün­dig­te Ki­li­an an. "Wir ma­chen den Be­schäf­tig­ten ein An­ge­bot für ei­ne un­be­fris­te­te Be­schäf­ti­gung ent­we­der am Stand­ort Kas­sel der Volks­wa­gen AG - hier sind bis zu 100 Ar­beits­plät­ze ver­füg­bar - oder an den Stand­or­ten Zu­ffen­hau­sen, Lud­wigs­heim oder Sach­sen­heim der Por­sche AG. Hier sind bis zu 500 Ar­beits­plät­ze ver­füg­bar."

Nach Ein­schät­zung von Man­fred Wul­ff, Be­triebs­rats­chef des Em­der VW-Wer­kes, ist die Pro­duk­ti­ons­stät­te beim Wan­del der Au­to­in­dus­trie "ganz vorn da­bei". Die Be­schäf­ti­gungs­ga­ran­tie bis 2028 ge­be den Kol­le­gen Si­cher­heit, der Ein­stieg in die Elek­tro­mo­bi­li­tät sei ei­ne "kla­re Zu­kunfts­per­spek­ti­ve".

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Letzte Überarbeitung: 17. November 2018

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