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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/049

Warn­streiks bei der Deut­schen Post

Die Ge­werk­schaft Ver.di er­höht nach drei er­folg­lo­sen Ver­hand­lungs­run­den den Druck auf die Ar­beit­ge­ber. Die Streik­be­tei­li­gung hält sich je­doch in Gren­zen.
Deutsche Post, Postbote, Briefträger

23.02.2018. (dpa/wie) - Vor ge­nau ei­nem Mo­nat fand die ers­te Run­de der Ta­rif­ver­hand­lun­gen bei der Deut­schen Post statt (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/020 Ers­te Ta­rif­run­de bei der Deut­schen Post).

Seit­dem gab es ins­ge­samt drei Tref­fen zwi­schen der Ge­werk­schaft Ver.di und den Ar­beit­ge­ber­ver­tre­tern. Ei­ne Ei­ni­gung wur­de bis­lang je­doch nicht er­zielt. Des­halb will Ver.di ih­ren For­de­run­gen nun mit­tels Warn­streiks Nach­druck ver­lei­hen.

Et­wa 1.500 Brief- und Pa­ket­zu­stel­ler leg­ten da­zu am heu­ti­gen Frei­tag in Ber­lin, Bran­den­burg, Thü­rin­gen, Sach­sen und Sach­sen-An­halt so­wie in Nie­der­sach­sen und Bre­men ih­re Ar­beit nie­der. Be­reits ges­tern gab es ers­te Warn­streiks in fünf an­de­ren Bun­des­län­dern mit ähn­lich vie­len Be­tei­lig­ten. Kund­ge­bun­gen fan­den in Mag­de­burg, Karls­ru­he und Han­no­ver statt.

Trotz der Maß­nah­me wer­den wohl die meis­ten Sen­dun­gen "wie ge­plant heu­te oder mit ei­nem Tag Ver­zö­ge­rung mor­gen ih­re Emp­fän­ger er­rei­chen", wie ein Spre­cher der Deut­schen Post mit­teil­te. Mit Blick auf die ins­ge­samt 130.000 Ta­rif­be­schäf­tig­ten im Un­ter­neh­men fällt die Be­ein­träch­ti­gung durch die Ar­beits­nie­der­le­gun­gen eher ge­ring aus.

Dem Ver­neh­men nach hat es in Be­zug auf die Ver.di-For­de­rung nach ei­ner Wahl­op­ti­on zwi­schen mehr Geld und mehr Ur­laubs­ta­gen be­reits ei­ne An­nä­he­rung ge­ge­ben. Hin­sicht­lich der au­ßer­dem ge­for­der­ten Ge­halts­stei­ge­rung um sechs Pro­zent liegt man al­ler­dings noch aus­ein­an­der.

Aus Sicht der Ar­beit­ge­ber lie­fen die bis­he­ri­gen Ver­hand­lun­gen kon­struk­tiv, wes­halb die Streik­maß­nah­men auf Un­ver­ständ­nis sto­ßen. Am Diens­tag nächs­ter Wo­che geht es in die vier­te Ver­hand­lungs­run­de.


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Letzte Überarbeitung: 19. März 2018

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