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ARBEITSRECHT AKTUELL

17/241a Was Ar­beit­ge­ber beim Vor­stel­lungs­ge­spräch be­ach­ten soll­ten

Auf­grund der po­si­ti­ven Ent­wick­lung auf dem Ar­beits­markt und des Fach­kräf­te­man­gels müs­sen Un­ter­neh­men mitt­ler­wei­le die Be­wer­ber über­zeu­gen und nicht an­ders­her­um.
Bewerbung, Bewerbungsgespräch, Bewerbungsunterlagen

19.09.2017. (dpa/wie) - Die Ar­beits­welt hat sich in Deutsch­land ver­än­dert und Be­trie­be su­chen hän­de­rin­gend nach qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal. Wer den Ar­beits­platz und das Un­ter­neh­men im Be­wer­bungs­ge­spräch nicht über­zeu­gend ver­kauft, ver­liert den Kampf um Fach­kräf­te.

Des­halb hat die Re­cruit­ing­platt­form "soft­gar­den" 1.186 Be­wer­ber be­fragt, was sie von ei­nem ge­lun­ge­nen Vor­stel­lungs­ge­spräch sei­tens der Ar­beit­ge­ber er­war­ten. Her­aus ka­men ei­ni­ge Hin­wei­se, die sich Per­so­na­ler und Un­ter­neh­men zu Her­zen neh­men soll­ten, um die Jo­bin­ter­views zeit­ge­mäß zu hal­ten.

Be­son­ders wich­tig ist den Be­wer­bern ein Ge­spräch "auf Au­gen­hö­he". Sie wol­len Wert­schät­zung spü­ren und ei­nen gleich­be­rech­tig­ten Dia­log füh­ren. Auch die ent­ge­gen­ge­brach­te Gast­freund­schaft in Form von Ge­trän­ken und kur­zen War­te­zei­ten las­se laut Be­wer­ber­be­rich­ten in vie­len Be­trie­ben zu wün­schen üb­rig.

Ho­he Prio­ri­tät hat für die Kan­di­da­ten auch ei­ne ent­krampf­te At­mo­sphä­re wäh­rend des Ge­sprächs. Auf Druck­si­tua­tio­nen und Ein­schüch­te­run­gen soll­ten Re­crui­ter mög­lichst ver­zich­ten, da die Be­wer­ber sich eher so zei­gen, wie sie tat­säch­lich sind, wenn sie sich wohl­füh­len.

Ist der Ge­sprächs­part­ner un­vor­be­rei­tet, hat er al­so die Be­wer­bungs­un­ter­la­gen nicht oder nur teil­wei­se ge­le­sen, wird dies der Stu­die zu­fol­ge als re­spekt­los emp­fun­den und mit man­geln­dem In­ter­es­se ver­bun­den.

Die Be­frag­ten ga­ben auch an, dass es von Vor­teil ist, sich be­reits wäh­rend des Vor­stel­lungs­ge­sprä­ches oder da­nach ei­nen Ein­druck von der Ar­beits­um­ge­bung und den zu­künf­ti­gen Kol­le­gen ma­chen zu kön­nen. Dem­ent­spre­chend kom­men Rund­gän­ge durch den Be­trieb und ers­te Kon­takt­mög­lich­kei­ten mit den Mit­ar­bei­tern gut an.

Was Be­wer­ber na­tür­lich bren­nend in­ter­es­siert, sind die künf­ti­gen Ar­beits­in­hal­te und Ab­läu­fe so­wie die Auf­ga­ben. Per­so­na­ler und Re­crui­ter tun sich oft schwer, die Fra­gen nach dem prak­ti­schen Ar­beits­tag der zu be­set­zen­den Stel­le zu be­ant­wor­ten. Des­hal­ben soll­ten sich die Ar­beit­ge­ber noch vor dem Ge­spräch in der ent­spre­chen­den Ab­tei­lung in­for­mie­ren oder Mit­ar­bei­ter im Zwei­fel mit ein­bin­den.


Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 6. April 2018

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