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ARBEITSRECHT AKTUELL

17/305a Wei­te­rer Stel­len­ab­bau bei Ge­ne­ral Electric

Der US-Kon­zern Ge­ne­ral Electric will in Mann­heim, Stutt­gart und an drei wei­te­ren Stand­or­ten ins­ge­samt rund 1.600 Stel­len strei­chen.
Maschinenbauer arbeiten an Gasturbine

11.12.2017. (dpa/wie) - Erst im Fe­bru­ar die­ses Jah­res hat­ten sich der US-In­dus­trie­kon­zern Ge­ne­ral Electric (GE) und der Be­triebs­rat nach über ei­nem Jahr Streit auf die Mo­da­li­tä­ten ei­nes Stel­len­ab­baus in Mann­heim und Bex­bach ge­ei­nigt (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/042 Ge­ne­ral Electric streicht in Mann­heim und Bex­bach Hun­der­te Stel­len). Das Werk in Bex­bach wur­de da­durch ge­schlos­sen, in Mann­heim blie­ben 700 Ar­beits­plät­ze üb­rig.

Nun folg­te die nächs­te Hi­obs­bot­schaft für die Be­schäf­ti­gen. Das Un­ter­neh­men will ins­ge­samt et­wa 1.600 wei­te­re Stel­len an den Stand­or­ten Mann­heim, Stutt­gart, Ber­lin, Mön­chen­glad­bach und Kas­sel strei­chen. Die we­sent­li­chen Grün­de sei­en laut GE der Preis­druck und die schwa­che Nach­fra­ge nach kon­ven­tio­nel­len Kraft­wer­ken. Die glei­che Be­grün­dung lie­fer­te auch Sie­mens im Zu­ge der kürz­lich an­ge­kün­dig­ten Um­bau­maß­nah­men (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/283a Sie­mens: Ge­werk­schaft und Be­triebs­rat kri­ti­sie­ren Kon­zern­füh­rung).

Der Vi­ze-Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der GE Deutsch­land Hol­ding GmbH und gleich­zei­ti­ger Ge­schäfts­füh­rer der IG Me­tall Frei­burg, Mar­co Spreng­ler, hält die ge­plan­ten Maß­nah­men an­ge­sichts der Mil­li­ar­den­ge­win­ne in al­len Ge­schäfts­fel­dern für nicht nach­voll­zieh­bar. "Der vom Per­so­nal­ab­bau am stärks­ten be­trof­fe­ne Ge­schäfts­be­reich Power trägt welt­weit mit 2,11 Mil­li­ar­den Eu­ro und ei­ner ope­ra­ti­ven Mar­ge von 9,5 Pro­zent in den ers­ten drei Quar­ta­len deut­lich zum Kon­zern­er­geb­nis bei", er­klär­te Spreng­ler. Er for­der­te statt­des­sen ei­ne nach­hal­ti­ge In­ves­ti­ti­ons­stra­te­gie.

GE-Deutsch­land­chef Alf Hen­ryk Wulf teil­te mit, dass man die Ein­schnit­te so so­zi­al­ver­träg­lich wie mög­lich ge­stal­ten und mit den Ar­beit­neh­mern be­ra­ten wol­le. Die IG Me­tall kün­dig­te ih­rer­seits Wi­der­stand an. "Das ist ein wei­ter Kahl­schlag und kommt de fac­to ei­ner Schlie­ßung in Mann­heim gleich", sag­te der Mann­hei­mer IG-Me­tall-Chef Klaus St­ein. Von den 700 Ar­beits­plät­zen blei­be laut der Ge­werk­schaft nur ein Bruch­teil üb­rig. Da­bei wer­de sie nicht ta­ten­los zu­se­hen.

Auch der Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Mann­heim, Pe­ter Kurz, kri­ti­sier­te das vor­ge­hen des Un­ter­neh­mens und si­cher­te den Be­trof­fe­nen Hil­fe zu. "Für die nun zu­sätz­lich be­trof­fe­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter setzt die Stadt auf die ak­tu­ell gu­ten Ar­beits­markt­per­spek­ti­ven am Stand­ort für In­ge­nieu­re und Fach­kräf­te und wird sich hier in die Ge­sprä­che ein­schal­ten", so Kurz.


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Letzte Überarbeitung: 28. März 2018

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