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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/022

Zahl der Aus­bil­dun­gen im Bau­ge­wer­be steigt

Ak­tu­el­le Zah­len des Zen­tral­ver­bands des Deut­schen Bau­ge­wer­bes zei­gen, dass die Leh­re in Bau­un­ter­neh­men zu­neh­mend an Be­liebt­heit ge­winnt
Baustelle mit Bauarbeitern, Baugewerbe

24.01.2018. (dpa/wie) - Die po­si­ti­ve Kon­junk­tur­ent­wick­lung und der de­mo­gra­phi­sche Wan­del ha­ben in den letz­ten Jah­ren für ei­nen An­stieg der Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten auf dem deut­schen Ar­beits­markt ge­sorgt. Be­son­ders be­trof­fen ist u.a. das Bau­ge­wer­be (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/204 Nach­fra­ge auf dem Ar­beits­markt wei­ter­hin hoch).

Gu­te Nach­rich­ten ka­men nun je­doch vom Zen­tral­ver­band des Deut­schen Bau­ge­wer­bes (ZDB). Laut ak­tu­el­ler Lehr­lings­zah­len ha­ben zum Stich­tag 31.12.2017 fast 13.000 Men­schen ei­ne Aus­bil­dung im Bau­ge­wer­be be­gon­nen. "Das ent­spricht ei­nem Plus von 7,4 Pro­zent und ist der stärks­te An­stieg seit 1994", er­klär­te Fe­lix Pa­kleppa, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des ZDB. Ins­ge­samt wa­ren zum Stich­tag 36.868 jun­gen Men­schen in ei­ner Aus­bil­dung am Bau.

Mit ei­nem Plus von 13,8 Pro­zent ge­wann die Leh­re ei­nes Be­ru­fes im Bau­ge­wer­be be­son­ders in den neu­en Bun­des­län­dern an Be­liebt­heit. Im Wes­ten Deutsch­lands lag der An­stieg im­mer­hin bei sechs Pro­zent.

Die zu­neh­men­de At­trak­ti­vi­tät des Bau­ge­wer­bes ha­be laut Pa­kleppa ver­schie­de­ne Grün­de. Zum ei­nen lie­ge es an der Fi­nan­zie­rung der Aus­bil­dung. So schüt­te die Bran­che über die Be­rufs­bil­dungs­um­la­ge rund 325 Mio. Eu­ro so­li­da­risch an die Aus­bil­dungs­be­trie­be und die Aus­bil­dungs­zen­tren für die über­be­trieb­li­che Aus­bil­dung aus. "Rech­net man die Kos­ten der Aus­bil­dungs­be­trie­be, die auch noch zu be­wäl­ti­gen sind, hin­zu, so in­ves­tie­ren die Be­trie­be rund 600 Mio. Eu­ro in ih­ren Be­rufs­nach­wuchs."

Au­ßer­dem ge­be es zahl­rei­che Nach­wuchs­wer­be­an­stren­gun­gen der Mit­glieds­ver­bän­de und In­nun­gen. Auch die ste­ti­ge tech­ni­sche Ent­wick­lung und ihr Ein­fluss auf den Ar­beits­all­tag ei­nes Bau­ar­bei­ters tra­ge da­zu bei, dass der Be­ruf at­trak­ti­ver wer­den. "Längst ge­hört der Ein­satz kom­ple­xer Ma­schi­nen und di­gi­ta­ler Tech­nik zum All­tag auf der Bau­stel­le. Heu­te ist in der Bau­pra­xis we­ni­ger Mus­kel­kraft, son­dern um­fang­rei­ches Fach­wis­sen, das stets auf dem ak­tu­el­len Stand ge­hal­ten wer­den muss, ge­fragt", so Pa­kleppa.

Schließ­lich sei auch die Per­spek­ti­ve ein wich­ti­ger Fak­tor, denn auch in den kom­men­den Jahr­zehn­ten sei für Bau­fir­men so­wohl im Woh­nungs­bau als auch bei in­fra­struk­tu­rel­len Pro­jek­ten noch viel zu tun.


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Letzte Überarbeitung: 1. März 2018

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