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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/097

Zur Ar­beit pen­deln kann zu ge­sund­heit­li­chen Be­schwer­den füh­ren

In ei­ner ak­tu­el­len Stu­die hat die Bun­des­an­stalt für Ar­beits­schutz und Ar­beits­me­di­zin (BAuA) den Zu­sam­men­hang zwi­schen dem Ar­beits­weg und der Ge­sund­heit auf­ge­zeigt
Autos im Stau, Pendler, Straßenverkehr

18.04.2018. (dpa/wie) - Je län­ger der Weg zur Ar­beit dau­ert, des­to mehr ge­sund­heit­li­che Be­schwer­den kön­nen auf­tre­ten. Das geht aus dem ak­tu­el­len Fak­ten­blatt "Pen­deln und ge­sund­heit­li­che Be­schwer­den" der Bun­des­an­stalt für Ar­beits­schutz und Ar­beits­me­di­zin (BAuA) her­vor.

Dem­nach wür­den Sym­pto­me wie Er­schöp­fung, Na­cken- und Schul­ter­schmer­zen, Kopf­schmer­zen und Schlaf­stö­run­gen zu­neh­men, je wei­ter ge­pen­delt wird. Auf Ba­sis aus­ge­wer­te­ter Da­ten der re­prä­sen­ta­ti­ven BAuA-Ar­beits­zeit­be­fra­gung wirkt sich der Ar­beits­weg di­rekt auf die Work-Life-Ba­lan­ce der Be­schäf­tig­ten aus.

Ei­ne ak­tu­el­le Stu­die des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) hat zu­dem er­ge­ben, dass die Stre­cken zum Job im­mer län­ger wer­den. Zwi­schen den Jah­ren 2000 und 2014 ha­be sich die mitt­le­re Pen­del­dis­tanz so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ter von 8,7 auf 10,5 Ki­lo­me­ter er­höht, so das In­sti­tut. Das ent­spre­che ei­nem An­stieg von 21 Pro­zent.

Be­son­ders Aka­de­mi­ker wür­den von wei­ten Ar­beits­we­gen be­trof­fen sein. Mit 14,5 Ki­lo­me­tern leg­ten sie durch­schnitt­lich die größ­ten Ent­fer­nun­gen zum Ar­beits­ort zu­rück. Au­ßer­dem woh­nen Män­ner mit 12,5 Ki­lo­me­tern im Schnitt wei­ter von ih­rem Job ent­fernt als Frau­en (8,8 Ki­lo­me­ter).

Ter­min- und Leis­tungs­druck so­wie feh­len­de Ein­fluss­mög­lich­kei­ten kön­nen die ne­ga­ti­ven Ein­flüs­se zu­sätz­lich ver­stär­ken. An­de­re Un­ter­su­chun­gen zei­gen al­ler­dings, dass den Be­las­tun­gen mit selbst­be­stimm­ten Ar­beits­zei­ten, Gleit­zeit­re­ge­lun­gen oder plan­ba­ren Ar­beits- und We­ge­zei­ten ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den kön­nen.


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Letzte Überarbeitung: 27. August 2018

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