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ARBEITSRECHT AKTUELL // 18/198

3.500 Flücht­lin­ge in Bran­den­burg ha­ben ei­nen re­gu­lä­ren Job

Im Os­ten Deutsch­lands ge­lingt es zu­neh­mend Ge­flüch­te­te in den Ar­beits­markt zu in­te­grie­ren - den­noch hat erst ein Bruch­teil ei­ne fes­te Ar­beits­stel­le
Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt durch Sprachkurs

14.08.2018. (dpa/wie) - Erst vor kur­zem ver­mel­de­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA), dass be­reits 10.000 in Ber­lin le­ben­de Flücht­lin­ge aus den acht wich­tigs­ten Asyl­her­kunfts­län­dern ei­nen Job ha­ben (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 18/127a 10.000 Ber­li­ner Flücht­lin­ge ha­ben ei­nen Job).

Auch im Nach­bar­b­un­des­land Bran­den­burg scheint die In­te­gra­ti­on gut zu lau­fen. Wie die BA am Mon­tag in Lud­wigs­fel­de mit­teil­te, be­fin­den sich in­zwi­schen 3.500 Flücht­lin­ge in Bran­den­burg in ei­ner so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Be­schäf­ti­gung. Vor dem Be­ginn der Flücht­lings­kri­se im Au­gust 2015 wa­ren es noch 500. Da­zu kom­men den An­ga­ben zu­fol­ge noch 800 ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­te.

Ins­ge­samt sei­en bei der Ar­beits­agen­tur der­zeit je­doch rund 11.000 Ge­flüch­te­te als ar­beits­su­chend ge­mel­det. 6.400 da­von sei­en der­zeit in Sprach­kur­sen oder Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men, so Bernd Be­cking, Chef der Re­gio­nal­di­rek­ti­on.

Bran­den­burgs Mi­nis­ter­prä­si­dent Diet­mar Wo­id­ke (SPD) zu­fol­ge zei­gen die Zah­len, dass man es schaf­fen kön­ne, vie­le Flücht­lin­ge in Ar­beit und Ge­sell­schaft zu in­te­grie­ren. Gleich­zei­tig mach­te er auf den ak­tu­el­len Fach­kräf­te­man­gel und des­sen Ge­fah­ren auf­merk­sam.

Wo­id­ke sei fest da­von über­zeugt, dass das Geld von Bund und Län­dern für die In­te­gra­ti­on zu an­ge­legt sei. "Die In­te­gra­ti­on ist kein Sprint, die In­te­gra­ti­on ist ein Ma­ra­thon­lauf" gab er zu be­den­ken.

Der Chef des Volks­wa­gen-Lo­gis­tik­zen­trums in Lud­wigs­fel­de, An­dre­as Klemm be­rich­tet, dass auch beim Au­to­bau­er in der Re­gi­on Flücht­lin­ge ein­ge­stellt wur­den. Das lie­ge vor al­lem an der ver­än­der­ten Si­tua­ti­on auf dem Ar­beits­markt. In 2006 ha­be man in der Re­gi­on 15 Pro­zent Ar­beits­lo­sig­keit ge­habt. Dem­nach ha­be man nicht ein­mal Stel­len­an­zei­gen schal­ten müs­sen, um die of­fe­nen Stel­len zu be­set­zen. Heu­te ge­be es in ei­ni­gen Tei­len Bran­den­burgs fast Voll­be­schäf­ti­gung, er­klärt Klemm.

Man ha­be gu­te Er­fah­run­gen mit Ge­flüch­te­ten ge­macht. Die­se sei­en vor­her qua­li­fi­ziert wor­den und spre­chen gut Deutsch.


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Letzte Überarbeitung: 8. November 2018

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