HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL

17/034a Le­gen Ar­beit­ge­ber An­ge­bot vor? Län­der-Ta­rif­run­de wird fort­ge­setzt

Was bringt der zwei­te Tag der zwei­ten Ta­rif­ver­hand­lungs­run­de für den öf­fent­li­chen Dienst der Län­der? Die ent­schei­den­de Fra­ge ist, ob die Ar­beit­ge­ber ein An­ge­bot vor­le­gen und ob das dann den Ge­werk­schaf­ten reicht: An­sons­ten dro­hen Warn­streiks
Feuerwehrmann Polizist Arzt Wird es ei­ne Ei­ni­gung am Ver­hand­lungs­tisch ge­ben?
31.01.2017. (dpa) - Ge­werk­schaf­ten und Ar­beit­ge­ber wol­len am Diens­tag (09.30 Uhr) in Pots­dam die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für den öf­fent­li­chen Dienst der Län­der fort­set­zen.

Der ers­te Tag der zwei­ten Ver­hand­lungs­run­de brach­te er­war­tungs­ge­mäß "kei­ne sub­stan­zi­el­len An­nä­he­run­gen".

Nach Teil­neh­mer­an­ga­ben ver­lie­fen die Ge­sprä­che in kon­struk­ti­ver At­mo­sphä­re.

Ge­werk­schaf­ten und Ar­beit­ge­ber hat­ten sich beim Auf­takt Mit­te Ja­nu­ar kom­pro­miss­be­reit ge­zeigt.

Zu­gleich mach­te die Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Län­der (TdL) deut­lich, dass sie die Ge­werk­schafts­for­de­rung von ins­ge­samt sechs Pro­zent mehr Lohn für deut­lich zu hoch hält. Die Ge­werk­schafts­sei­te droh­te mit Warn­streiks, soll­te die Ar­beit­ge­ber­sei­te in der zwei­ten Run­de kein ernst­haf­tes An­ge­bot auf den Tisch le­gen.

Ver­di-Chef Frank Bsirs­ke sag­te am Mon­tag in Pots­dam, grund­sätz­lich stre­be man ei­ne Ei­ni­gung am Ver­hand­lungs­tisch an. Es ge­be aber auch an­de­re Mög­lich­kei­ten. Der Ver­hand­lungs­füh­rer des Be­am­ten­bun­des (dbb), Wil­li Russ, mach­te deut­lich, wenn die TdL wei­ter maue­re, "re­agie­ren die Be­schäf­tig­ten in den kom­men­den Ta­gen über­all in Deutsch­land mit spür­ba­ren Pro­tes­ten und Warn­streiks".

Der TdL-Ver­hand­lungs­füh­rer, Nie­der­sach­sens Fi­nanz­mi­nis­ter Pe­ter-Jür­gen Schnei­der (SPD), hielt da­ge­gen, in der zwei­ten Run­de müss­ten zu­nächst die ein­zel­nen For­de­run­gen de­fi­niert wer­den, die "un­ter dem Dach" der sechs Pro­zent zu­sam­men­ge­fasst sei­en. Er hal­te es im üb­ri­gen für pro­ble­ma­tisch, wenn der öf­fent­li­che Dienst hö­he­re For­de­run­gen stel­le als In­dus­trie­ge­werk­schaf­ten. Ein An­ge­bot der Ar­beit­ge­ber mit kon­kre­ten Zah­len wird nicht er­war­tet.

Zur Warn­streik­dro­hung der Ge­werk­schafts­sei­te sag­te Schnei­der: "Ta­rif­ver­hand­lun­gen ha­ben ein Dreh­buch." Warn­streiks und Pro­test­ak­tio­nen könn­ten un­ter an­de­rem Stra­ßen­meis­te­rei­en, Uni­kli­ni­ken, Schu­len oder die Po­li­zei be­tref­fen, so der dbb.

Ein Durch­bruch wird erst in der drit­ten Ver­hand­lungs­run­de vom 16. Fe­bru­ar an er­war­tet. Es geht um die Be­zah­lung von rund ei­ner Mil­li­on An­ge­stell­ten der Län­der und um das Geld für 2,2 Mil­lio­nen Be­am­te von Län­dern und Kom­mu­nen so­wie Pen­sio­nä­re, auf die das Er­geb­nis über­tra­gen wer­den soll.

Hes­sen ist seit 2004 nicht mehr Mit­glied in der TdL. Das Land über­nimmt aber in der Re­gel Ta­rif­ab­schlüs­se weit­ge­hend.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 19. April 2018

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email* Nachname
  Abmelden   *Pflichtangabe

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2018:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de