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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/099

Aus­bil­dung statt Stu­di­um

Der An­teil an Ab­itu­ri­en­ten im dua­len Aus­bil­dungs­sys­tem ist seit 2009 um acht Pro­zent ge­stie­gen.
duale Ausbildung, Meister bildet Azubis aus

05.04.2017. (dpa/wie) - Am heu­ti­gen Mitt­woch wird im Bun­des­ka­bi­nett über den Be­rufs­bil­dungs­be­richt be­ra­ten.

Vor­ab lag der Deut­schen Pres­se-Agen­tur ei­ne Aus­wer­tung des Deut­schen Ge­werk­schafts­bunds (DGB) vor. Dar­aus geht her­vor, dass sich im­mer mehr Ab­itu­ri­en­ten für ei­ne dua­le Be­rufs­aus­bil­dung ent­schei­den.

Der An­teil ist von gut 20 Pro­zent im Jahr 2009 auf 28 Pro­zent ge­stie­gen. Da­mit ab­sol­vie­ren erst­mals mehr Stu­di­en­be­rech­tig­te als jun­ge Men­schen mit Haupt­schul­ab­schluss ei­ne be­trieb­li­che Leh­re mit Be­rufs­schu­le.

Auf der an­de­ren Sei­te ha­ben laut dem Be­richt 13 Pro­zent der jun­gen Leu­te zwi­schen 20 und 29 Jah­ren kei­ne Be­rufs­aus­bil­dung und be­fin­den sich auch nicht in der Schu­le oder im Stu­di­um.

"Das heißt: Un­ter dem Strich blei­ben pro Jahr­gang mehr als 120.000 Ju­gend­li­che oh­ne Aus­bil­dung", mahnt die stell­ver­tre­ten­de DGB-Che­fin El­ke Han­nack. Hier­von sei­en be­son­ders die Haupt­schü­ler be­trof­fen. Nur knapp die Hälf­te schafft den di­rek­ten Über­gang von der Schu­le in ei­ne Aus­bil­dung. "In der bun­des­wei­ten Lehr­stel­len­bör­se der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mern blei­ben fast zwei von drei An­ge­bo­ten Haupt­schü­lern von vorn­her­ein ver­schlos­sen.", so Han­nack.

Ten­den­zi­ell gä­be es auch im­mer we­ni­ger neue Lehr­ver­trä­ge. Nur je­des fünf­te Un­ter­neh­men bil­de noch aus. Die stell­ver­tre­ten­de DGB-Che­fin for­dert des­halb "ei­ne Aus­bil­dungs­ga­ran­tie, die al­len Ju­gend­li­chen die Per­spek­ti­ve auf ei­nen Be­rufs­ab­schluss er­öff­net".


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Letzte Überarbeitung: 4. September 2018

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