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Aus­bil­dungs­markt: Mehr Lehr­stel­len als Be­wer­ber in Sach­sen

Trotz 10 000 frei­er Lehr­stel­len wer­den wohl wie­der ei­ni­ge Schul­ab­gän­ger kei­ne Aus­bil­dungs­stel­le be­kom­men: Oft su­chen sie ne­ben ih­rem Traum­be­ruf nicht nach Al­ter­na­ti­ven
Wie viel Aus­bil­dungs­plät­ze wer­den freiblei­ben?

05.05.2014. (dpa) - Nach jah­re­lan­gem Lehr­stel­len­man­gel ste­hen die Chan­cen auf ei­nen Aus­bil­dungs­platz in Sach­sen so gut wie lan­ge nicht mehr.

Der­zeit sind nach den An­ga­ben der Lan­des­ar­beits­agen­tur noch 10 361 Ju­gend­li­che auf der Su­che nach ei­ner Lehr­stel­le.

Für sie gibt es so­gar noch 10 838 freie Aus­bil­dungs­plät­ze.

Da­mit wä­re rech­ne­risch für je­den Be­wer­ber ei­ne freie Stel­le vor­han­den.

Al­ler­dings stim­men An­ge­bot und Nach­fra­ge oft nicht über­ein.

Flei­scher ha­ben es of­fen­sicht­lich schwer, Nach­wuchs zu fin­den. Nach den An­ga­ben der Re­gio­nal­di­rek­ti­on Sach­sen der Agen­tur für Ar­beit kom­men auf 187 freie Lehr­stel­len für "Fach­ver­käu­fer Flei­sche­rei" nur vier Be­wer­ber. Auch für Ver­käu­fer in der Bä­cke­rei gibt es 144 Lehr­stel­len - aber nur 29 Be­wer­ber. Und für den Be­ruf "Ver­fah­rens­me­cha­ni­ker Kunst­stoff/Kau­tschuk­tech­nik" gibt es 55 freie Lehr­stel­len, aber bis­her kei­nen ein­zi­gen In­ter­es­sen­ten.

Die Che­fin der Lan­des­ar­beits­agen­tur, Jut­ta Cor­dt, er­mun­tert die säch­si­schen Ju­gend­li­chen zu mehr Fle­xi­bi­li­tät. Die Wunsch­be­ru­fe der säch­si­schen Schü­ler ha­ben sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kaum ver­än­dert, sag­te sie. Zu den Top 10-Be­ru­fen der Mäd­chen ge­hör­ten Ein­zel­han­dels­kauf­frau, Me­di­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te, Fri­seu­rin und Ho­tel­fach­frau. Bei den Jun­gen sind vor al­lem tech­ni­sche Be­ru­fe ge­fragt, wie Kfz-Me­cha­tro­ni­ker, Me­cha­tro­ni­ker, In­dus­trie­me­cha­ni­ker oder Zer­spa­nungs­me­cha­ni­ker.

"Da­bei kön­nen die Ju­gend­li­chen zwi­schen über 350 Aus­bil­dungs­be­ru­fen wäh­len", be­ton­te Cor­dt. In vie­len Be­ru­fen ge­be es ak­tu­ell deut­lich mehr freie Aus­bil­dungs­stel­len als su­chen­de Be­wer­ber. "Des­halb ist es wich­tig, dass Schü­le­rin­nen und Schü­ler auch Al­ter­na­ti­ven zum Wunsch­be­ruf ent­wi­ckeln und ver­fol­gen", be­ton­te Cor­dt.

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Letzte Überarbeitung: 11. Juli 2015

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