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Bun­des­agen­tur legt mehr Geld be­reit

Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit re­agiert auf die Kon­junk­tur­ab­küh­lung und legt mehr Geld für den kom­men­den Haus­halt be­reit
Logo der Bundesagentur für Arbeit, weißes Dreieck auf rotem Hintergrund

08.11.2019. (dpa/fle) - Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit sorgt in kon­junk­tu­rell schwe­ren Zei­ten vor und stellt mehr Geld für Ar­beits­lo­se, Kurz­ar­bei­ter und Be­trof­fe­ne von In­sol­ven­zen in den Haus­halt be­reit.

Den­noch zeigt der Etat für 2020 noch ei­ne Schwar­ze Null.

Er­war­te­ten Ein­nah­men von 36,5 Mil­li­ar­den EUR sol­len Aus­ga­ben von 36,4 Mil­li­ar­den EUR ent­ge­gen­ste­hen, teil­te BA-Vor­stands­mit­glied Da­ni­el Ter­zen­bach am Frei­tag in Nürn­berg mit. Die Bun­des­agen­tur gilt mit knapp 100.000 Mit­ar­bei­tern als größ­te Be­hör­de des Bun­des.

Wie be­reits 2019 muss die Bun­des­agen­tur auf der Ein­nah­men­sei­te mit ei­nem ver­rin­ger­ten Bei­trags­satz von 2,5 Pro­zent zu­recht­kom­men. 2019 wa­ren die Ein­nah­men we­gen der Sen­kung von 3,0 auf 2,5 Pro­zent um zehn Pro­zent ge­sun­ken. 2022 soll der Satz nach bis­he­ri­gem Stand auf 2,6 Pro­zent an­ge­ho­ben wer­den.

Der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Ver­wal­tungs­ra­tes und Ver­tre­ter der Ar­beit­ge­ber­sei­te, Stef­fen Kam­pe­ter, ver­lang­te ei­nen Auf­schub der Er­hö­hung für 2022: "Sie soll­te man ab­sa­gen", be­ton­te Kam­pe­ter. Die Ver­wal­tungs­rats­vor­sit­zen­de und Ar­beit­neh­mer­ver­tre­te­rin An­ne­lie Bun­ten­bach be­ton­te, auf­grund der kon­junk­tu­rell un­si­che­ren Si­tua­ti­on kön­ne über die­se Fra­ge erst spä­ter ent­schie­den wer­den. Die Bun­des­agen­tur geht in ih­ren Be­rech­nun­gen von ei­nem Wirt­schafts­wachs­tum im kom­men­den Jahr von 1,0 Pro­zent (2019: 0,5 Pro­zent) aus. Un­ter Volks­wir­ten gilt die­se An­nah­me als eher op­ti­mis­tisch.

Wie der Haus­halt für 2020 zei­ge, sei mit den vor­han­de­nen Mit­teln aus­zu­kom­men, auch für den Fall, dass sich die Kon­junk­tur wei­ter ein­trü­be und et­wa mehr Kurz­ar­bei­ter­geld ge­braucht wür­de. Im vor­lie­gen­den Haus­halt sei es so­gar ge­lun­gen, mit der Kon­zen­tra­ti­on auf Aus- und Wei­ter­bil­dung noch Schwer­punk­te zu set­zen.

In dem Etat sind al­lein für Wei­ter­bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung 1,9 Mil­li­ar­den EUR ein­ge­plant - rund 20 Pro­zent mehr als 2019. 9,3 Mil­li­ar­den EUR sind es für al­le ar­beits­markt­po­li­ti­schen In­stru­men­te zu­sam­men. Das ein­ge­plan­te Kurz­ar­bei­ter­geld in Hö­he von 255 Mil­lio­nen EUR wür­de für 60.000 Kurz­ar­bei­ter im Jah­res­schnitt rei­chen. 2019 wer­den es vor­aus­sicht­lich 48.400 wer­den. Auch das In­sol­venz­geld sei an­ge­sichts der kon­junk­tu­rel­len Si­tua­ti­on mit 950 Mil­lio­nen EUR hö­her an­ge­setzt wor­den.

Der ein­ge­stell­te Pos­ten von 16,5 Mil­li­ar­den EUR für Ar­beits­lo­sen­geld wür­de für 790.000 Emp­fän­ger rei­chen - 2019 wer­den es 755.000 sein. Die Rück­la­ge wer­de En­de kom­men­den Jah­res 26,1 Mil­li­ar­den EUR be­tra­gen. Sie soll nach Mög­lich­keit nicht an­ge­tas­tet wer­den müs­sen.

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Letzte Überarbeitung: 8. November 2019

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