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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/107

Be­trieb­li­che Ge­sund­heits­för­de­rung

In der Kran­ken- und Al­ten­pfle­ge zwei­feln die Be­schäf­tig­ten über­durch­schnitt­lich stark an der ei­ge­nen Ar­beits­fä­hig­keit in den nächs­ten zwei Jah­ren oder dar­über hin­aus.
Krankenpflegerin mit Seniorin, Pflegehilfe, Pflegeberufe

13.04.2017. (dpa/wie) - Die be­trieb­li­che Ge­sund­heits­för­de­rung (BGF) hat laut dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ge­sund­heit so­wohl für den Ar­beit­ge­ber als auch für den Ar­beit­neh­mer vie­le Vor­tei­le.

So kön­ne ein Un­ter­neh­men bei­spiels­wei­se von der Re­du­zie­rung von Krank­heits- und Pro­duk­ti­ons­aus­fäl­len, Stei­ge­rung der Pro­duk­ti­vi­tät und Si­che­rung der Leis­tungs­fä­hig­keit der Mit­ar­bei­ter pro­fi­tie­ren.

Auf der an­de­ren Sei­te wür­den die Maß­nah­men den Ge­sund­heits­zu­stand der Be­schäf­tig­ten ver­bes­sern und so Ge­sund­heits­ri­si­ken ver­min­dern. Au­ßer­dem sei es för­der­lich für die Le­bens­qua­li­tät und die Ar­beits­zu­frie­den­heit der Mit­ar­bei­ter.

Um­ge­setzt wer­de dies zum Bei­spiel durch ge­sun­de Kan­ti­nen­kost, ge­sund­heits­för­dern­de Ar­beits­platz­ge­stal­tung oder die Be­reit­stel­lung von Kur­sen zur Ent­span­nung, Be­he­bung von Rü­cken­pro­ble­men oder zur Ta­bak­ent­wöh­nung.

Ei­ner Um­fra­ge des BKK Dach­ver­ban­des un­ter 2.000 Be­schäf­tig­ten zu­fol­ge, hal­ten fast 90 Pro­zent Ge­sund­heits­för­de­rung am Ar­beits­platz für wich­tig oder sehr wich­tig. Nur knapp 44 Pro­zent ga­ben je­doch an, dass es sol­che Maß­nah­men an ih­rem Ar­beits­platz gibt. In Be­trie­ben mit Pro­gram­men zur Ge­sund­heits­för­de­rung neh­men wie­der­um nur 60 Pro­zent auch tat­säch­lich dar­an teil.

Je­ne Ar­beit­neh­mer, die an den BGF-Maß­nah­men teil­neh­men, be­rich­te­ten von hö­he­rer Ak­ti­vi­tät und grö­ße­rer Zu­ver­sicht, ih­ren Be­ruf lang­fris­tig aus­üben zu kön­nen. 

Hin­sicht­lich der län­ger­fris­ti­gen Ar­beits­fä­hig­keit zeigt die Stu­die be­son­ders gro­ße Zwei­fel im Be­reich der Kran­ken- und Al­ten­pfle­ge. Ein Vier­tel der Kran­ken­pfle­ger und so­gar ein Drit­tel der Al­ten­pfle­ger ga­ben an, nicht si­cher zu sein, ob sie ih­rer Tä­tig­keit auch in den nächs­ten zwei Jah­ren noch nach­ge­hen könn­ten. In die­sen Be­rufs­grup­pen hal­ten die Be­schäf­tig­ten ih­re kör­per­li­che und psy­chi­sche Ge­sund­heit teil­wei­se für stark ge­fähr­det.

In be­sag­ten Ge­sund­heits­be­ru­fen ga­ben mehr als die Hälf­te der Be­frag­ten an, sie hät­ten kei­nen Zu­gang zu be­trieb­li­chen Ge­sund­heits­maß­nah­men. Da­bei ist ge­ra­de in der Kran­ken- und Al­ten­pfle­ge die Teil­nah­me­quo­te an die­sen För­der­pro­gram­men, wenn an­ge­bo­ten, mit fast 80 Pro­zent be­son­ders hoch.

Die ge­rings­ten Zwei­fel an der Wei­ter­füh­rung ih­rer be­ruf­li­chen Tä­tig­keit hat­ten üb­ri­gens die Ar­beit­neh­mer in der IT-Bran­che (13 Pro­zent).


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Letzte Überarbeitung: 15. Mai 2018

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