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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/001

Bun­des­agen­tur für Ar­beit er­wirt­schaf­tet 2016 Mil­li­ar­den-Über­schuss

Es gab Zei­ten, da kam die Bun­des­agen­tur für Ar­beit nur mit reich­lich staat­li­chen Zu­schüs­sen über die Run­den: Das ist lan­ge her. Die gu­te Ar­beits­markt­la­ge und ein stram­mes Kos­ten­ma­nage­ment brin­gen der Be­hör­de seit Jah­ren Über­schüs­se - 2016 wa­ren sie be­son­ders hoch
Hunderteuroscheine Wie hoch ist der Über­schuss?

02.01.2017. (dpa) - Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) kann mit ei­nem un­er­war­tet ho­hen Mil­li­ar­den-Über­schuss 2016 ihr für Kri­sen­zei­ten an­ge­leg­tes Fi­nanz­pols­ter wei­ter auf­fül­len.

Der Über­schuss für das ab­ge­schlos­se­ne Jahr lie­ge bei 4,9 Mil­li­ar­den Eu­ro, sag­te BA-Chef Frank-Jür­gen Wei­se der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Die Nürn­ber­ger Bun­des­be­hör­de hat­te ur­sprüng­lich nur mit 1,8 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­rech­net.

Die Rück­la­gen, mit de­nen in der Ver­gan­gen­heit un­ter an­de­rem Kurz­ar­bei­ter­geld-Pro­gram­me fi­nan­ziert wur­den, um Auf­trags­flau­ten von Fir­men ab­zu­puf­fern, er­höh­ten sich da­mit auf 10,96 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Die Bun­des­agen­tur, die sich mit Bei­trä­gen von Ar­beit­ge­bern und Ar­beit­neh­mern fi­nan­ziert, kommt da­mit - an­ders als in frü­he­ren Jahr­zehn­ten - wei­ter­hin oh­ne staat­li­che Zu­schüs­se aus. "Die Zah­len zei­gen, dass wir gut ge­wirt­schaf­tet ha­ben", mein­te Wei­se.

Der ho­he Jah­res­über­schuss ist nach sei­nen An­ga­ben vor al­lem auf die ge­sun­ke­nen Aus­ga­ben für Ar­beits­lo­sen­geld zu­rück­zu­füh­ren. Die­se hät­ten im ab­ge­lau­fe­nen Jahr um 1,4 Mil­li­ar­den Eu­ro un­ter Plan ge­le­gen. Die Aus­ga­ben für Kurz­ar­bei­ter­geld und an­de­re Pflicht­leis­tun­gen so­wie die Kos­ten zur Aus- und Fort­bil­dung von Ar­beits­lo­sen sei­en je­weils um 700 Mil­lio­nen Eu­ro ge­rin­ger aus­ge­fal­len. "Die Ar­beits­agen­tur-Mit­ar­bei­ter ha­ben den gu­ten Ar­beits­markt ge­nutzt, um vie­le Leu­te in Ar­beit zu brin­gen, oh­ne dass Lohn­kos­ten an die Ar­beit­ge­ber oder Maß­nah­men zur be­ruf­li­chen För­de­rung Ar­beits­lo­ser nö­tig wur­den", er­klär­te der BA-Chef.

Zu­sätz­li­chen fi­nan­zi­el­len Spiel­raum ver­schaf­fen der Bun­des­agen­tur nach Wei­ses An­ga­ben um rund 155 Mil­lio­nen Eu­ro ge­stie­ge­ne Bei­trags­ein­nah­men. Die ein­ma­li­ge Rück­erstat­tung ei­nes Ver­sor­gungs­werks spül­te 500 Mil­lio­nen Eu­ro in die Kas­se. Mit dem Be­trag will die BA ih­ren Pen­si­ons­fonds auf­sto­cken, um künf­tig Be­am­ten­pen­sio­nen selbst schul­tern zu kön­nen, statt sie der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on auf­zu­bür­den.

Vor die­sem Hin­ter­grund sieht Wei­se da­her die Bun­des­agen­tur für mög­li­che schwie­ri­ge­re Zei­ten gut ge­rüs­tet. Sie tue viel, um Job­kri­sen zu ver­hin­dern. "Aber kommt die schwie­ri­ge La­ge, wä­re die Bun­des­agen­tur, die Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung be­reit, sol­che Kri­sen zu be­wäl­ti­gen", un­ter­strich der BA-Ma­na­ger, der En­de März in den Ru­he­stand geht. Die Agen­tur sei "für die Volks­wirt­schaft, für den Staat ei­ne si­che­re Bank. Für uns braucht es kei­nen Ret­tungs­schirm."

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Letzte Überarbeitung: 12. November 2018

Bewertung: 4.0 von 5 Sternen (1 Bewertung)

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