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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/147

Die Ar­beits­lo­sen­zah­len für Mai 2017

Die Bun­des­agen­tur für Ar­beit hat ak­tu­el­le Zah­len zum Ar­beits­markt im Mai 2017 vor­ge­legt. Der Auf­schwung ist wei­ter­hin zu spü­ren.
Logo der Bundesagentur für Arbeit, weißes Dreieck auf rotem Hintergrund

01.06.2017. (dpa/wie) - Nach An­ga­ben der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) gab es im Mai 2017 2,498 Mil­lio­nen Ar­beits­lo­se in Deutsch­land. Da­mit liegt die Zahl erst­mals seit 1991 un­ter 2,5 Mil­lio­nen.

Das sind 71.000 Ar­beits­lo­se we­ni­ger als im Vor­mo­nat und 166.000 we­ni­ger als im Mai 2016. "Ich fin­de, dass man über ei­ne Ar­beits­lo­sen­zahl un­ter 2,5 Mil­lio­nen nicht ein­fach hin­weg­ge­hen soll­te", be­ton­te der BA-Vor­stands­chef Det­lef Schee­le und pro­gnos­ti­zier­te ei­ne wei­te­re Ver­bes­se­rung bis zur Som­mer­pau­se.

Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) nutz­te die po­si­ti­ven Wer­te für et­was Wahl­kampf: "Wir kön­nen bei­des: Min­dest­lohn, Ta­rif­stär­kung, ver­nünf­ti­ge Rah­men­be­din­gun­gen für Leih­ar­beit und Werk­ver­trä­ge, an­stän­di­ge Chan­cen für Lang­zeit­ar­beits­lo­se und Flücht­lin­ge."

Im Ver­gleich zum Mai des letz­ten Jah­res sei die Zahl der Men­schen, die län­ger als ein Jahr oh­ne Ar­beit sind um 97.000 ge­sun­ken, so Schee­le. "Die­se Ent­wick­lung ist zwar nicht be­frie­di­gend - es sind im­mer noch zu vie­le. Aber es gibt ei­nen ste­ti­gen Ab­wärts­trend."

Ne­ben ei­ner in­ten­si­ve­ren Be­treu­ung und ei­ner stär­ke­ren Be­rück­sich­ti­gung der so­zia­len und fa­mi­liä­ren Ver­hält­nis­se will der BA-Chef ei­ne Er­hö­hung des Job­cen­ter-Bud­gets (mo­men­tan 6,5 Mil­li­ar­den Eu­ro), um den Ab­bau der Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit wei­ter vor­an­zu­trei­ben. "Das the­ma­ti­sie­re ich bei mei­nem Ge­sprä­chen in Ber­lin je­des Mal. Da bin ich sehr be­harr­lich", sag­te Schee­le.

Bei den rund 2,5 Mil­lio­nen Ar­beits­lo­sen wur­den je­ne nicht be­rück­sich­tigt, die mo­men­tan an Aus- und Fort­bil­dungs­kur­sen so­wie Trai­nings­maß­nah­men der Ar­beits­agen­tu­ren und Job­cen­ter teil­neh­men. Rech­net man die­se mit ein, so kommt man auf 3,526 Mil­lio­nen Ar­beits­su­chen­de. Bei die­ser Zahl han­delt es sich um die so­ge­nann­te Un­ter­be­schäf­ti­gung.

Durch die gro­ße Zahl an Flücht­lin­gen in In­te­gra­ti­ons­kur­sen ist der Wert deut­lich hö­her als vor ein paar Jah­ren. Rund 180.000 Flücht­ling sind of­fi­zi­ell als ar­beits­los re­gis­triert und ins­ge­samt 484.000 Asyl­su­chen­de sind als ar­beits­su­chend ein­ge­stuft.


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Letzte Überarbeitung: 16. April 2018

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