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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/165

Die Hälf­te der Bun­des­tags-Chauf­feu­re sind Mi­ni­job­ber

Seit ei­nem Wech­sel des Dienst­leis­ters sind die meis­ten Fah­rer für den Bun­des­tag ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­te.
Chauffeur, Fahrer mit Hut

21.06.2017. (dpa/wie) - Im ver­gan­ge­nen Jahr be­schloss der Äl­tes­ten­rat des Bun­des­tags, nach 20 Jah­ren den Dienst­leis­ter der Bun­des­tags­fahr­be­reit­schaft zu wech­seln. So wur­de der Ver­trag mit dem Fahr­dienst­leis­ter Ro­cVin be­en­det und der Auf­trag an das Un­ter­neh­men BW­Fuhr­par­kSer­vice, ei­ner Toch­ter­fir­ma der Bun­des­wehr, ver­ge­ben.

Auf An­fra­ge der Lin­ken im Bun­des­tag er­stell­te die Re­gie­rung nun ei­nen Be­richt über die Zu­sam­men­set­zung der Be­schäf­tig­ten beim neu­en Dienst­leis­ter. Aus die­sem geht her­vor, dass 100 Ar­beits­plät­ze für ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­te vor­ge­se­hen sind. Au­ßer­dem gibt es 74 Teil­zeit- und 26 Voll­zeit­stel­len.

Dass al­so die Hälf­te der An­ge­stell­ten künf­tig Mi­ni­job­ber sein sol­len, ver­an­lass­te Lin­ke-Frak­ti­ons­vi­ze Klaus Ernst zu kri­ti­schen Wor­ten. "Das sind kei­ne ver­nünf­ti­gen Ar­beits­be­din­gun­gen, und die sind ei­nes Bun­des­ta­ges ein­fach un­wür­dig", so Ernst. Au­ßer­dem müss­ten die Steu­er­zah­ler für die Auf­sto­cke­rei bei den Mi­ni­jobs be­zah­len.

Auch die Bun­des­tags-Chauf­feu­re selbst sind mit ih­rer Si­tua­ti­on un­zu­frie­den, wor­auf sie mit ei­nem Au­to­kor­so in Ber­lin En­de April auf­merk­sam ma­chen woll­ten.

Laut der Ge­werk­schaft Ver­di wur­de dem BW­Fuhr­par­kSer­vice vom Äl­tes­ten­rat na­he­ge­legt, die 240 Mit­ar­bei­ter des vor­he­ri­gen Fahr­dienst­leis­ters zu über­neh­men. Aus der Re­gie­rungs­ant­wort geht her­vor, dass sich 166 der Ro­cVin-Fah­rer bei dem neu­en Chauf­feur-Ser­vice be­wor­ben ha­ben, wo­von 129 ei­ne Zu­sa­ge er­hiel­ten.


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Letzte Überarbeitung: 15. Dezember 2017

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