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16/170a Wie sich die Di­gi­ta­li­sie­rung auf die Be­wer­bung aus­wirkt

Die Di­gi­ta­li­sie­rung hat den Be­wer­bungs­pro­zess längst er­reicht: Heu­te ist es Stan­dard, die Be­wer­bung elek­tro­nisch zu ma­chen, und man­cher muss zum Bei­spiel in ei­ner Aus­wahl­run­de ein Vi­deo von sich auf­zeich­nen. Für Äl­te­re ist es wich­tig, hier am Ball zu blei­ben
Rentner und Jugendlicher an Laptop Wie kön­nen äl­te­re Ar­beit­neh­mer am Ball blei­ben?

26.05.2016.(dpa) - Die Di­gi­ta­li­sie­rung wirkt sich auch auf den Be­wer­bungs­pro­zess aus.

Das fängt bei der Stel­len­su­che an, die vie­le in­zwi­schen auch on­line ma­chen.

Es geht über den Be­wer­bungs­pro­zess, der in­zwi­schen häu­fig elek­tro­nisch ab­läuft und hört bei der Be­wer­be­r­aus­wahl noch nicht auf, er­läu­ter­te Sven­ja Ho­fert, Kar­rie­r­e­be­ra­te­rin aus Ham­burg, im Ge­spräch mit dem dpa-The­men­dienst.

Man­cher muss ne­ben An­ga­ben auf der Un­ter­neh­mens­home­page ei­ni­ge Fra­gen per Vi­deo­auf­zeich­nung be­ant­wor­ten. So ha­ben Per­so­na­ler ei­nen noch un­mit­tel­ba­re­ren Ein­druck vom Kan­di­da­ten. Nach Be­wer­bern wird häu­fig auch in so­zia­len Netz­wer­ken ge­sucht.

Ge­ra­de äl­te­re Be­rufs­tä­ti­ge droh­ten da mit­un­ter, den An­schluss zu ver­lie­ren. "Man­che ha­ben schon Schwie­rig­kei­ten, meh­re­re Do­ku­men­te in ei­nem PDF zu­sam­men­zu­fas­sen", er­klärt Sven­ja Ho­fert, Kar­rie­r­e­be­ra­te­rin aus Ham­burg. Der Wis­sens­stand zwi­schen äl­te­ren und jün­ge­ren Job­su­chen­den klaf­fe mit­un­ter weit aus­ein­an­der. Sie rät Äl­te­ren da­zu, sich zu be­mü­hen, bei die­sen Neue­run­gen am Ball zu blei­ben. Das sei ein Stück weit auch ei­ne Hal­tungs­fra­ge.

Die Ge­fahr, ab­ge­hängt zu wer­den, sieht sie vor al­lem bei je­nen Be­wer­bern, die in eher klei­ne­ren Fir­men ar­bei­ten - und dort nach vie­len Jah­ren im sel­ben Job ih­re Stel­le ver­lie­ren. "Da feh­len manch­mal auch ein­fa­che Kennt­nis­se von Word- oder Power­Point", er­zählt sie. In grö­ße­ren Fir­men ge­be es das we­ni­ger, weil die­se ih­re Mit­ar­bei­ter häu­fig in Wei­ter­bil­dun­gen re­gel­mä­ßig schu­len.

Ge­ra­de wer in ei­nem eher klei­ne­ren Un­ter­neh­men tä­tig ist, kann sich zum Bei­spiel vor­neh­men, ein­mal im Mo­nat et­was Neu­es aus­zu­pro­bie­ren - das kann et­wa die Nut­zung ei­nes so­zia­len Netz­werks sein. Dann ist man im Be­wer­bungs­pro­zess auch we­ni­ger ner­vös, wenn man mit neu­en tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert ist. Und es hat vor al­lem den Ef­fekt, dass man die Angst vor die­sen Neue­run­gen ver­liert. Man­cher wird schnell fest­stel­len, dass vie­les viel ein­fa­cher ist als ge­dacht.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 28. Oktober 2018

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