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Frei­es Wo­chen­en­de adé - Mehr Deut­sche müs­sen sonn­tags ar­bei­ten

Im­mer mehr Deut­sche müs­sen ar­bei­ten, wenn an­de­re aus­schla­fen - und sonn­tags oder an Fei­er­ta­gen Dienst schie­ben: Vor al­lem im Han­del nimmt der Ein­satz an sol­chen Ta­gen zu. Hand­lungs­be­darf sieht die Bun­des­re­gie­rung des­halb al­ler­dings nicht
War­um wer­den die Ru­he­ta­ge im­mer we­ni­ger ein­ge­hal­ten?

09.05.2014. (dpa) - Ackern statt Ab­schal­ten: Mehr als je­der vier­te Er­werbs­tä­ti­ge in Deutsch­land muss auch sonn­tags oder an Fei­er­ta­gen ar­bei­ten.

Und die Ten­denz ist stei­gend - 1995 muss­te nur je­der Fünf­te an sol­chen Ru­he­ta­gen ran.

Das geht aus ei­ner Stel­lung­nah­me der Bun­des­re­gie­rung auf ei­ne An­fra­ge der Links­frak­ti­on im Bun­des­tag her­vor, die der dpa vor­liegt.

Die "Saar­brü­cker Zei­tung" (Don­ners­tag) hat­te zu­erst dar­über be­rich­tet.

Die Da­ten stam­men aus Er­he­bun­gen des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts. Dem­nach wer­den al­ler­dings auch Selbst­stän­di­ge und Frei­be­ruf­ler er­fasst, die häu­fi­ger an Sonn- und Fei­er­ta­gen ar­bei­ten.

Zah­len­mä­ßig schie­ben vor al­lem Kran­ken­schwes­tern und -pfle­ger so­wie Al­ten­pfle­ger oder Kö­che Dienst, wäh­rend an­de­re die Fü­ße hoch­le­gen. Sie sind den An­ga­ben zu­fol­ge die größ­ten Grup­pen von Er­werbs­tä­ti­gen, die stän­dig oder zu­min­dest re­gel­mä­ßig Sonn- und Fei­er­tags­dienst ha­ben. We­nig über­ra­schend: Häu­fig sind auch Geist­li­che, Non­nen und Or­dens­brü­der an sol­chen Ta­gen im Ein­satz - eben­so wie Ho­te­liers.

Ins­ge­samt ar­bei­te­ten 2012 rund 11,5 Mil­lio­nen Bun­des­bür­ger ge­le­gent­lich, re­gel­mä­ßig oder so­gar stän­dig an Wo­chen­en­den. Das wa­ren rund 3,8 Mil­lio­nen mehr als 1995. Der An­teil er­höh­te sich da­mit in die­ser Zeit von 21,4 Pro­zent auf 28,6 Pro­zent.

Ar­beits­zeit­ex­per­te Wer­ner Eich­horst vom For­schungs­in­sti­tut zur Zu­kunft der Ar­beit (IZA) hat­te in der "Saar­brü­cker Zei­tung" vom Trend zu ei­ner "24-St­un­den-Ge­sell­schaft" ge­spro­chen, der von Ver­brau­chern vor­an­ge­trie­ben wer­de.

Be­son­ders stark nahm die Sonn- und Fei­er­tags­ar­beit den Da­ten zu­fol­ge im Han­del zu. Zu­letzt wa­ren 973 000 Be­schäf­tig­te be­trof­fen - ein An­stieg in dem ge­nann­ten Zeit­raum um 69 Pro­zent.

"Sonn- und Fei­er­ta­ge sind als Er­ho­lungs­ta­ge zu schüt­zen, so steht es auch im Grund­ge­setz", for­der­te die ar­beits­markt­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Lin­ken, Sa­bi­ne Zim­mer­mann. Sie kri­ti­sier­te in dem Zu­sam­men­hang vor al­lem "Wild­wuchs" bei ver­kaufs­of­fe­nen Sonn- und Fei­er­ta­gen.

Die Bun­des­re­gie­rung sieht in­des kei­nen Hand­lungs­be­darf, wie aus der Ant­wort auf die An­fra­ge her­vor­geht. "Nach Ein­schät­zung der Bun­des­re­gie­rung ge­hen die Län­der mit der The­ma­tik "Sonn- und Fei­er­tags­be­schäf­ti­gung" ver­ant­wor­tungs­voll um."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 6. November 2017

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