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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/028

IG Me­tall for­dert 4,5 Pro­zent mehr für Stahl­ko­cher

Die IG Me­tall gibt sich vor dem Start der Stahl-Ta­rif­run­de kämp­fe­risch: Für die rund 72.000 Be­schäf­tig­ten der Bran­che in Nord­west­deutsch­land for­dert die Ge­werk­schaft 4,5 Pro­zent mehr. Es soll aber auch um die Si­che­rung der Ar­beits­plät­ze ge­hen
Stahlkocher, Stahlindustrie Wie ist die ak­tu­el­le La­ge in der Stahl­in­dus­trie?

25.01.2017. (dpa) - Die IG Me­tall will die Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung zu ei­nem der Schwer­punk­te der ak­tu­el­len Stahl-Ta­rif­run­de ma­chen.

Da­bei wer­de es un­ter an­de­rem um das The­ma Al­ters­teil­zeit ge­hen, kün­dig­te der Ver­hand­lungs­füh­rer der Ge­werk­schaft und NRW-IG Me­tall-Chef, Knut Gies­ler, an.

Die Ta­rif­kom­mis­si­on der Ge­werk­schaft hat­te zu­vor am Diens­tag ei­ne For­de­rung von 4,5 Pro­zent mehr Lohn und Ge­halt für die be­vor­ste­hen­de Ta­rif­run­de be­schlos­sen.

Ver­han­delt wird für rund 72.000 Be­schäf­tig­te der nord­west­deut­schen Stahl­in­dus­trie in Nie­der­sach­sen, Bre­men und Nord­rhein-West­fa­len. Für die Be­schäf­tig­ten im Saar­land und im Os­ten Deutsch­lands wer­den se­pa­ra­te Ver­hand­lun­gen ge­führt. Ins­ge­samt zählt die Bran­che bun­des­weit rund 88.000 Be­schäf­tig­te. Die Ge­sprä­che star­ten am 22. Fe­bru­ar.

Gies­ler be­zeich­ne­te die ak­tu­el­le La­ge der seit län­ge­rem in der Kri­se ste­cken­den Bran­che als "sta­bil". Ei­ni­ges deu­te so­gar auf ei­ne leich­te Ver­bes­se­rung im lau­fen­den Jahr hin. Der IG Me­tall Ver­hand­lungs­füh­rer ver­wies da­bei auf stei­gen­de Stahl­prei­se und Auf­trä­ge bei gleich­zei­tig sin­ken­den Roh­stoff­prei­sen.

Gies­ler be­zeich­ne­te die Al­ters­teil­zeit als Mög­lich­keit, Ar­beits­plät­ze zu si­chern und den de­mo­gra­fi­schen Wan­del im Be­trieb zu ge­stal­ten. Der­zeit sei die Be­schäf­ti­gung in der Bran­che "sta­bil mit leicht ne­ga­ti­vem Trend". Vor dem Hin­ter­grund der Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung sei et­wa bei Thys­sen­krupp be­reits die 31-St­un­den-Wo­che ein­ge­führt wor­den. Hin­ter­grund sei­en un­ter an­de­rem enor­me Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schrit­te in der Bran­che. So sei die Be­schäf­tig­ten­zahl zwi­schen 1980 und 2015 bei na­he­zu un­ver­än­der­ter Roh­stahl­pro­duk­ti­on um gut 70 Pro­zent ge­sun­ken.

Be­reits am 28. Fe­bru­ar en­det die so­ge­nann­te Frie­dens­pflicht, dann wä­ren Ak­tio­nen wie et­wa Warn­streiks mög­lich. Nach Ab­schluss der vor­he­ri­gen Ta­rif­ver­hand­lun­gen hat­te die Ge­werk­schaft 2,3 Pro­zent mehr Geld für die Be­schäf­tig­ten der Stahl­bran­che erstrit­ten. Die Ge­werk­schaft war da­mals mit ei­ner For­de­rung von fünf Pro­zent in die Ta­rif­run­de 2015 ge­gan­gen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 4. Mai 2017

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