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Kah­la-Por­zel­lan er­war­tet kräf­ti­ges Wachs­tum - Werk voll aus­ge­las­tet

Nach dem be­währ­ten Zwie­bel­mus­ter setzt Kah­la-Por­zel­lan ver­stärkt auf Wild­blu­men-De­kor: 2017 will das Un­ter­neh­men sein Aus­lands­ge­schäft aus­bau­en und in­ves­tiert in die Pro­duk­ti­on
Hunderteuroscheine Wie hoch ist der Er­lös?

06.02.2017. (dpa) - Der Thü­rin­ger Por­zel­lan-Her­stel­ler Kah­la ist mit vol­len Auf­trags­bü­chern ins neue Jahr ge­star­tet.

"Wir rech­nen 2017 mit ei­nem zwei­stel­li­gen Wachs­tum", sag­te der ge­schäfts­füh­ren­de Ge­sell­schaf­ter Hol­ger Rait­hel der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Der­zeit wer­de in dem Werk, das jüngst ei­ner der wich­ti­gen Schau­plät­ze des Wei­mar-"Tat­orts" war, "un­ter ab­so­lu­ter Voll­aus­las­tung" ge­ar­bei­tet.

Zu­dem sol­le die­ses Jahr ei­ne sie­ben­stel­li­ge Sum­me in ei­ne neue Pro­duk­ti­ons­stra­ße für Pro­duk­te wie Auf­lauf­for­men und Schüs­seln in­ves­tiert wer­den.

Nach vor­läu­fi­gen Zah­len be­tru­gen die Er­lö­se 2016 et­wa 22,5 Mil­lio­nen Eu­ro und la­gen da­mit et­wa auf Vor­jah­res­ni­veau. Da­mit steht das tra­di­ti­ons­rei­che Un­ter­neh­men ver­gleichs­wei­se gut da. Nach An­ga­ben des Ver­ban­des der Ke­ra­mi­schen In­dus­trie hat die Bran­che 2016 ins­ge­samt ein Mi­nus von et­wa ei­nem Pro­zent hin­neh­men müs­sen. Das ha­be vor al­lem an Rück­gän­gen im Ge­schäft für Pri­vat­kun­den ge­le­gen, wäh­rend bei Por­zel­lan für Ho­tels- und Gast­stät­ten Zu­wäch­se ver­bucht wur­den.

Die­sen Be­reich will Kah­la aus­bau­en. Zwei­stel­li­ge Stei­ge­run­gen sei­en auch im On­line-Ge­schäft zu ver­zeich­nen, be­rich­te­te Rait­hel. Zu­dem setzt das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men mit rund 300 Be­schäf­tig­ten auf Wachs­tum im Aus­land, et­wa in Nah­ost und den USA. Der­zeit ist es nach ei­ge­nen An­ga­ben in mehr als 60 Län­dern ak­tiv, in ei­ni­gen da­von sei Kah­la aber noch ein Ge­heim­tipp. Die Ex­port­quo­te liegt bei et­wa 40 Pro­zent. Rait­hel: "Ziel bleibt, dies auf 50 Pro­zent zu stei­gern."

Der Bran­chen­ver­band sieht an­ge­sichts der in­ter­na­tio­na­len po­li­ti­schen La­ge noch vie­le Fra­ge­zei­chen mit Blick auf die Ge­schäfts­ent­wick­lung in die­sem Jahr. "Die Auf­trags­ein­gän­ge im De­zem­ber und Ja­nu­ar wa­ren gut", er­klär­te Haupt­ge­schäfts­füh­rer Chris­toph Re­né Hol­ler. Ge­ra­de im Ge­schäft mit Pri­vat­kun­den ma­che aber wei­ter Bil­lig-Por­zel­lan aus Chi­na den deut­schen Her­stel­lern zu schaf­fen. Und an­ge­sichts der ho­hen En­er­gie- und Lohn­kos­ten in Deutsch­land hät­ten die hie­si­gen Her­stel­ler we­nig Spiel­raum beim Preis.

Die Straf­zöl­le der Eu­ro­päi­schen Uni­on (EU) als Re­ak­ti­on auf Dum­ping­prei­se der Chi­ne­sen sei­en zwar ein wich­ti­ges po­li­ti­sches Si­gnal ge­we­sen, sag­te Hol­ler. Sie hät­ten aber nicht zu we­sent­li­chen Um­satz­stei­ge­run­gen ge­führt. Im Ex­port ge­be es Un­si­cher­hei­ten, et­wa we­gen der Ab­schot­tungs­po­li­tik der USA und des an­ge­streb­ten Aus­tritts Groß­bri­tan­ni­ens aus der EU. Die Bran­che - Ma­nu­fak­tu­ren in­klu­si­ve - bie­tet knapp 6.000 Men­schen Ar­beit.

Kah­la-Por­zel­lan hat im ver­gan­ge­nen Jahr Rait­hel zu­fol­ge schwar­ze Zah­len ge­schrie­ben. Kon­kre­te­re An­ga­ben macht das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men zum Ge­winn ge­wöhn­lich nicht. Wei­te­ren Schub er­hofft sich Rait­hel von der Kon­sum­gü­ter­mes­se Am­bi­en­te, die am Frei­tag in Frank­furt am Main be­ginnt. Dort will das Un­ter­neh­men neue Pro­duk­te mit Wild­blu­men-De­kor vor­stel­len, aber auch sei­ne Se­rie "cup it". Dar­in wird das Prin­zip des Kaf­fee­be­chers für un­ter­wegs auf wei­te­re Ge­fä­ße aus­ge­wei­tet, um Ein­weg­ver­pa­ckun­gen oder Plas­tik­do­sen zu er­set­zen. Au­ßer­dem set­zen die Thü­rin­ger wei­ter auf rutsch­fes­tes Por­zel­lan, das sich den An­ga­ben nach selbst bei Wind­stär­ke 8 auf ho­her See be­währt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 4. Mai 2017

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