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Lohn­ver­zicht bei Heck­ler & Koch

Die Mit­ar­bei­ter des deut­schen Waf­fen­herrstel­lers Heck­ler & Koch stim­men mehr­heit­lich für ei­nen Lohn­ver­zicht
EDV-erzeugte Lohnabrechnung, Ausschnitt

16.05.2019. (dpa/fle) - Die Be­leg­schaft des de­fi­zi­tä­ren Waf­fen­her­stel­lers Heck­ler & Koch hat mit knap­per Mehr­heit für ei­nen Lohn­ver­zicht ge­stimmt, da­mit das Un­ter­neh­men fi­nan­zi­ell et­was Luft be­kommt.

Wie die IG Me­tall auf An­fra­ge mit­teil­te, stimm­ten am Don­ners­tag in Obern­dorf 52,3 Pro­zent der Mit­ar­bei­ter für die An­nah­me ei­nes Ta­rif­ver­trags, der ei­ne Er­hö­hung der Wo­chen­ar­beits­zeit um 2,5 auf 37,5 St­un­den vor­sieht. Geld für die Mehr­ar­beit gibt es nicht.

Zu­dem wird ei­ne für Ju­li vor­ge­se­he­ne Ein­mal­zah­lung von 400 EUR je Voll­zeit­stel­le ge­stri­chen. Die Ge­schäfts­füh­rung zeig­te sich nach dem Vo­tum "sehr froh" und dank­bar über den "Ver­trau­ens­vor­schuss" der Mit­ar­bei­ter.

Be­reits im April hat­te es ein Vo­tum pro Lohn­ver­zicht ge­ge­ben, da­mals aber nur mit 50,4 Pro­zent - es war nur ei­ne Stim­me Mehr­heit. Da­nach foch­ten Geg­ner des Ta­rif­ver­trags das Er­geb­nis an - aus ih­rer Sicht wä­ren min­des­tens 51 Pro­zent nö­tig ge­we­sen. Mit der Wie­der­ho­lung wur­de der Ta­rif­ver­trag nun trotz der Kri­tik doch noch an­ge­nom­men.

Die IG-Me­tall-Be­voll­mäch­tig­te Do­ro­thee Diehm wies dar­auf hin, dass es auch Ver­pflich­tun­gen der Ar­beit­ge­ber und der Ka­pi­tal­ge­ber ge­be. So wer­de es drin­gend not­wen­di­ge In­ves­ti­tio­nen in den Stand­ort Obern­dorf ge­ben - und zwar in zwei­stel­li­ger Mil­lio­nen-Eu­ro-Hö­he pro Jahr. Der Ta­rif­ver­trag sei "ei­ne Her­aus­for­de­rung für al­le", so die Ge­werk­schaf­te­rin. Der Schritt ge­sche­he im Sin­ne der Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung und der In­no­va­ti­ons­fä­hig­keit der Fir­ma.

Die Un­ter­neh­mens­spit­ze ver­kün­de­te am Don­ners­tag zu­dem noch ei­ne gu­te Nach­richt - der Um­satz im ers­ten Quar­tal 2019 sei im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um ein Vier­tel ge­stie­gen, hieß es. Zu­dem ha­be sich die Pro­duk­ti­vi­tät ver­bes­sert.

Das Un­ter­neh­men Heck­ler & Koch be­fin­det sich in ei­ner schwie­ri­gen La­ge. Die Auf­trags­la­ge ist zwar gut, den­noch schreibt das Un­ter­neh­men mit sei­nen rund 800 Mit­ar­bei­tern ro­te Zah­len, und der Schul­den­berg ist hoch.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 16. Mai 2019

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