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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/023

Mil­lio­nen Men­schen wol­len in Deutsch­land län­ger ar­bei­ten

40 St­un­den scheint ei­ne weit­hin ak­zep­tier­te Wo­chen­ar­beits­zeit zu sein: Die In­ha­ber von Voll­zeit­jobs wol­len we­nig an ih­rer Ar­beits­zeit än­dern, ei­ni­ge Teil­zeit­kräf­te hin­ge­gen kräf­tig drauf­sat­teln
Wanduhr Wer ist mit sei­ner Wo­chen­ar­beits­zeit zu­frie­den?

20.01.2017. (dpa) - Den meis­ten Er­werbs­tä­ti­gen in Deutsch­land passt ih­re Ar­beits­zeit, doch knapp je­der 15. will deut­lich mehr ar­bei­ten.

Vor al­lem Teil­zeit­be­schäf­tig­te wa­ren im Jahr 2015 mit ih­rer Wo­chen­ar­beits­zeit nicht zu­frie­den, wie aus ei­ner am Don­ners­tag ver­öf­fent­lich­ten Aus­wer­tung des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes her­vor­geht.

Laut Mi­kro­zen­sus und Ar­beits­kräf­teer­he­bung füh­len sich von gut 40 Mil­lio­nen Er­werbs­tä­ti­gen 2,7 Mil­lio­nen un­ter­be­schäf­tigt und wür­den auf ih­re durch­schnitt­lich 28,3 Wo­chen­stun­den noch 11,3 St­un­den drauf­sat­teln.

Von die­sen "Un­ter­be­schäf­tig­ten" hat­ten wie­der­um gut 1,5 Mil­lio­nen ei­nen Teil­zeit­job mit durch­schnitt­lich 19,3 Wo­chen­stun­den. Hier ist der Wunsch nach Mehr­ar­beit mit 14,6 St­un­den noch stär­ker. Im­mer­hin wa­ren aber auch 85 Pro­zent al­ler Teil­zeit­kräf­te mit ih­rer Ar­beits­zeit zu­frie­den.

Die In­ha­ber von Voll­zeit­jobs (durch­schnitt­li­che Ar­beits­zeit nach ei­ge­nen An­ga­ben 41,7 St­un­den) wol­len noch sel­te­ner et­was än­dern. Von ih­nen zeig­ten sich 93 Pro­zent mit ih­rer Ar­beits­zeit zu­frie­den. Wer in die­ser Grup­pe noch auf­sto­cken will, ar­bei­tet et­was we­ni­ger als die üb­ri­gen (40,2 St­un­den) und möch­te 6,9 St­un­den oben drauf­pa­cken.

Den Un­ter­be­schäf­tig­ten ste­hen ei­ne gu­te Mil­li­on Men­schen ge­gen­über, die trotz Ge­halts­ein­bu­ßen ger­ne be­ruf­lich kür­zer tre­ten wür­den. Die Ar­beits­zei­ten die­ser "Über­be­schäf­tig­ten" lie­gen mit 44,0 St­un­den bei Voll­zeit und 26,2 St­un­den bei Teil­zeit deut­lich über den Ge­samt­wer­ten. Im Schnitt wür­den sie ger­ne 11 St­un­den die Wo­che we­ni­ger ar­bei­ten.

Aus den er­mit­tel­ten Ar­beits­zeit­wün­schen al­ler er­gibt sich im Sal­do der Wunsch nach durch­schnitt­lich ei­ner hal­ben St­un­de Mehr­ar­beit in der Wo­che pro Er­werbs­tä­ti­gen. Voll- und Teil­zeit­kräf­te ar­bei­ten im bun­des­deut­schen Schnitt 35,6 St­un­den wö­chent­lich. Män­ner sind da­bei deut­lich län­ger (39,7 St­un­den) en­ga­giert als Frau­en (30,9 St­un­den), die deut­lich häu­fi­ger und längst nicht im­mer frei­wil­lig in Teil­zeit an­ge­stellt sind.

Die SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on sieht sich von den Er­geb­nis­sen be­stärkt, dass das im Ko­ali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­te Recht auf be­fris­te­te Teil­zeit kom­men müs­se. "Men­schen in Teil­zeit wol­len mehr ar­bei­ten", er­klär­te die Spre­che­rin für Ar­beit und So­zia­les, Kat­ja Mast.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 12. April 2018

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