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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/025

Im­mer mehr Men­schen pen­deln für ih­ren Job nach Sach­sen

Vol­le Au­to­bah­nen und Zü­ge: Mehr Pend­ler aus an­de­ren Bun­des­län­dern neh­men für ei­nen Job in Sach­sen teils lan­ge We­ge in Kauf. Die Zahl der Aus­pend­ler aber liegt im­mer noch dar­über
Autos im Stau, Pendler, Straßenverkehr Wie viel Ar­beit­neh­mer pen­deln nach Sach­sen?

23.01.2017. (dpa) - Im­mer mehr Men­schen pen­deln zur Ar­beit nach Sach­sen.

Im ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren es knapp 103.500 Frau­en und Män­ner aus an­de­ren Bun­des­län­dern, die ih­ren Ar­beits­platz im Frei­staat hat­ten, wie die Re­gio­nal­di­rek­ti­on der Bun­des­agen­tur für Ar­beit auf An­fra­ge mit­teil­te.

Das sind 6,5 Pro­zent mehr als noch im Jahr zu­vor - und so­gar 47 Pro­zent mehr als noch 2005.

Die Zahl der so­ge­nann­ten Ein­pend­ler klet­ter­te da­mit auf den höchs­ten Stand seit 1999.

Vor al­lem In­dus­trie, Han­del, Dienst­leis­ter so­wie Hand­werks­un­ter­neh­men su­chen hän­de­rin­gend nach Fach­kräf­ten - ent­spre­chend hoch ist die Ein­stel­lungs­be­reit­schaft. "Sach­sen zieht als Ort zum Ar­bei­ten im­mer mehr Men­schen aus dem ge­sam­ten Bun­des­ge­biet an. Das ist ei­ne gu­te Ent­wick­lung und auf un­se­re ro­bus­te und wach­sen­de säch­si­sche Wirt­schaft zu­rück­zu­füh­ren", sag­te Agen­tur­chef Klaus-Pe­ter Han­sen. Ins­ge­samt stieg die Zahl der so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten im Frei­staat im Vor­jahr um 23.400 auf rund 1,55 Mil­lio­nen an. Je­der 15. Be­schäf­tig­te war da­mit ein Ein­pend­ler.

Die meis­ten Pend­ler kom­men aus den an­gren­zen­den Bun­des­län­dern: je­der Drit­te aus Sach­sen-An­halt, 20 Pro­zent sind es aus Thü­rin­gen, 17 Pro­zent aus Bran­den­burg. Selbst aus Bay­ern zieht es knapp 7.000 Män­ner und Frau­en zum Ar­bei­ten nach Sach­sen - das ent­spricht 6,7 Pro­zent. "Zur Ar­beit zu pen­deln ist mitt­ler­wei­le nor­mal. Aus­schlag­ge­bend sind meist die Job­chan­cen und Rah­men­be­din­gun­gen der Ar­beit", er­klär­te Han­sen. Kom­mu­nal- und Lan­des­gren­zen spiel­ten da­bei we­ni­ger ei­ne Rol­le als ei­ne gut aus­ge­bau­te In­fra­struk­tur.

Trotz der stark stei­gen­den Zah­len der Ein­pend­ler ver­las­sen al­ler­dings im­mer noch mehr Men­schen Sach­sen, um zur Ar­beit in ein an­de­res Bun­des­land zu fah­ren: 2016 pen­del­ten knapp 136.700 Frau­en und Män­ner in an­de­re Re­gio­nen. Das sind 2,2 Pro­zent mehr als 2015 und 16 Pro­zent mehr als 2005. Nach wie vor zieht es mit knapp 20 Pro­zent die meis­ten nach Bay­ern, ge­folgt von Sach­sen-An­halt, Thü­rin­gen und Bran­den­burg. Im­mer­hin noch rund 11.900 Sach­sen fah­ren zum Ar­bei­ten nach Nord­rhein-West­fa­len, knapp 11.000 nach Ba­den-Würt­tem­berg.

Han­sen sieht den ne­ga­ti­ven Sal­do der Ein- und Aus­pend­ler trotz der po­si­ti­ven Ent­wick­lung mit Sor­ge. Durch das Pen­deln gin­gen dem Ar­beits­markt in Sach­sen mehr als 33.000 Men­schen ver­lo­ren. In den kom­men­den zehn Jah­ren, so der Agen­tur­chef, wer­de die Zahl der ar­beits­fä­hi­gen Be­völ­ke­rung deut­lich zu­rück­ge­hen. "Ich ha­be wei­ter­hin die Sor­ge, dass jun­ge mo­bi­le Men­schen – wenn sie Sach­sen ein­mal ver­las­sen ha­ben – sich in an­de­ren Re­gio­nen dau­er­haft an­sie­deln, dort ih­re Fa­mi­lie grün­den und nicht mehr zu­rück nach Sach­sen kom­men." Das kön­ne sich der Frei­staat mit Blick auf die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung nicht län­ger leis­ten. Han­sen ver­wies et­wa auf die Rück­kehr­er­bör­sen im Land, die mit wach­sen­dem Zu­spruch um Rück­kehr­wil­li­ge wer­ben.

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Letzte Überarbeitung: 19. April 2018

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