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Neu­er Min­dest­lohn für Ber­lin

Der Ber­li­ner Se­nat hat am Diens­tag die Auf­sto­ckung des Min­des­tent­gel­tes auf 9,00 Eu­ro be­schlos­sen.
Rotes Rathaus, Senat Berlin, Hauptstadt

22.06.2017. (dpa/wie) - Der bun­des­wei­te Min­dest­lohn liegt seit die­sem Jahr bei 8,84 Eu­ro. Für die Be­schäf­tig­ten in der Ver­wal­tung, der Lan­des­be­trie­be und im öf­fent­lich ge­för­der­ten Be­schäf­ti­gungs­sek­tor in Ber­lin wird es künf­tig ei­nen hö­he­ren St­un­den­lohn ge­ben.

Der Se­nat hat am Diens­tag ent­schie­den, dass das Ber­li­ner Min­des­tent­gelt von der­zeit 8,50 Eu­ro auf 9,00 Eu­ro auf­ge­stockt wird. Die­ses gilt auch für Be­trie­be, die öf­fent­lich aus­ge­schrie­be­ne Auf­trä­ge über­neh­men wol­len.

Da­mit zieht Ber­lin mit Bran­den­burg gleich und über­trifft den Min­dest­lohn auf Bun­des­ebe­ne im­mer­hin um 16 Cent pro St­un­de. Die Än­de­rung soll vor­aus­sicht­lich ab dem 1. Au­gust die­sen Jah­res gel­ten.

Wirt­schafts­se­na­to­rin Ra­mo­na Pop (Grü­ne) und Ar­beits­se­na­to­rin El­ke Brei­ten­bach (Lin­ke) wol­len da­mit auch Men­schen mit nied­ri­gem Ein­kom­men am wirt­schaft­li­chen Auf­schwung teil­ha­ben las­sen. Au­ßer­dem sol­len öf­fent­li­che Gel­der nur für gu­te Ar­beit be­zahlt wer­den.

Die Er­hö­hung wür­de auch da­für sor­gen, dass die Be­trof­fe­nen kei­ne Zu­satz­leis­tun­gen vom Amt mehr be­an­tra­gen müss­ten, da ei­ne Voll­zeit­stel­le mit 9,00 Eu­ro pro St­un­de aus­rei­che, um den Le­bens­un­ter­halt zu be­strei­ten.

Die Reich­wei­te der Lohn­er­hö­hung ist laut Brei­ten­bach je­doch recht ge­ring. Im öf­fent­li­chen Dienst wür­den die meis­ten oh­ne­hin auf­grund von Ta­rif­ver­trä­gen mehr ver­die­nen. Pro­fi­teu­re sei­en al­ler­dings rund 2.600 Men­schen im öf­fent­lich ge­för­der­ten Be­reich. Da­zu ge­hö­ren bei­spiels­wei­se Fahr­gast­be­glei­ter, Stadt­teil­müt­ter oder Kiez­lot­sen.

Da­zu kä­men laut Ra­mo­na Pop noch ei­ni­ge Tau­send Men­schen, die in Be­trie­ben be­schäf­tigt sind, wel­che Auf­trä­ge des Lan­des über­neh­men, wie z.B. Ca­te­rer oder Be­trei­ber von Flücht­lings­hei­men.

Das der Min­dest­lohn auch tat­säch­lich aus­ge­zahlt wird, soll in Zu­kunft noch bes­ser kon­trol­liert wer­den.


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Letzte Überarbeitung: 24. April 2018

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