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Po­li­zei laut Ge­werk­schaft bun­des­weit mit 22 Mil­lio­nen Über­stun­den

22 Mil­lio­nen Über­stun­den - das Ar­beits­kon­to der Po­li­zei ist so voll wie nie, be­klagt die Ge­werk­schaft: Das ent­spre­che der Jah­res­ar­beits­leis­tung von fast 10 000 Po­li­zis­ten
Polizeibeamter, Polizei, Polizist, Polizeieinsatz Wer ist für die vie­len Über­stun­den ver­ant­wort­lich?

01.02.2017. (dpa) - Die Po­li­zis­ten in Deutsch­land ha­ben nach An­ga­ben der Ge­werk­schaft der Po­li­zei (GdP) im ver­gan­ge­nen Jahr so vie­le Über­stun­den ge­macht wie noch nie: 22 Mil­lio­nen, da­von al­lein knapp 2 Mil­lio­nen bei der Bun­des­po­li­zei.

Das wa­ren ins­ge­samt zwei Mil­lio­nen mehr als 2015, wie die "Bild"-Zei­tung (Diens­tag) be­rich­te­te.

Ge­werk­schafts­chef Oli­ver Mal­chow sag­te dem Blatt: "Die Zahl der Über­stun­den ent­spricht der Ar­beits­kraft von 9.000 Po­li­zei­be­am­ten in den Län­dern und 900 im Bund."

Die Bun­des­po­li­zis­ten scho­ben zum Jah­res­en­de 2016 nach An­ga­ben des In­nen­mi­nis­te­ri­ums ei­nen Berg von rund 1,96 Mil­lio­nen Ar­beits­stun­den vor sich her.

Sie wa­ren vor al­lem ge­for­dert durch die Flücht­lings­kri­se und et­wa da­mit zu­sam­men­hän­gen­de Grenz­kon­trol­len. Man ha­be aber schon mas­siv ab­bau­en kön­nen - al­lein zwi­schen März und De­zem­ber 2016 rund ei­ne Mil­li­on, sag­te ei­ne Spre­che­rin.

Die Grü­nen ma­chen CDU und CSU für die vie­len Über­stun­den ver­ant­wort­lich. "Die Uni­on stellt seit zwölf Jah­ren den Bun­des­in­nen­mi­nis­ter – und trägt da­mit die Ver­ant­wor­tung für das Über­stun­den-Cha­os bei der Po­li­zei", sag­te Spit­zen­kan­di­da­tin Kat­rin Gö­ring-Eckardt der Deut­schen Pres­se-Agen­tur am Diens­tag. "Po­li­zis­ten feh­len an vie­len Stel­len, weil die Uni­on in Re­gie­rungs­ver­ant­wor­tung sie auf Bun­des- und Län­der­ebe­ne ge­kürzt hat." Der "per­so­nel­le Raub­bau" an der Po­li­zei müs­se ein En­de ha­ben.

"Der jah­re­lan­ge per­so­nel­le Raub­bau, den die Bun­des­re­gie­rung bei der Bun­des­po­li­zei be­trie­ben hat, rächt sich heu­te", sag­te die Spre­che­rin für In­ne­re Si­cher­heit der Grü­nen-Bun­des­tags­frak­ti­on, Ire­ne Mi­ha­lic. Ei­ne Fort­set­zung der Grenz­kon­trol­len sei mit dem ak­tu­el­len Per­so­nal­be­stand nur zu Las­ten an­de­rer Auf­ga­ben und auf Kos­ten der Be­am­ten durch­führ­bar.

Bei der Bun­des­po­li­zei sind be­reits 3.000 zu­sätz­li­che Stel­len ein­ge­plant. Al­ler­dings wer­den die ers­ten neu­en Po­li­zis­ten nicht vor 2019 aus­ge­bil­det sein. Auch die Län­der sto­cken nach jah­re­lan­gem Stel­len­ab­bau bei der Po­li­zei in­zwi­schen wie­der auf.

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Letzte Überarbeitung: 28. Oktober 2018

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