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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/038

Sch­lich­tung er­folg­reich: Mehr Geld für Bus­fah­rer

Am En­de ei­nes Ar­beits­kamp­fes zu­frie­de­ne Ge­sich­ter: Die hes­si­schen Bus­fah­rer er­hal­ten deut­lich hö­he­re St­un­den­löh­ne - al­ler­dings ge­staf­felt. Ei­ne Sch­lich­tung brach­te den Durch­bruch
Handschlag, eine Hand mit weißem Hemd und Anzugjacke, eine Hand mit Flanellhemd Wor­auf ver­stän­dig­ten sich die Sch­lich­ter?

04.02.2017. (dpa) - Zwei Wo­chen lang streik­ten die Fah­rer von mehr als 20 Om­ni­bus­un­ter­neh­men in Hes­sen - nun ist die Sch­lich­tung er­folg­reich ge­we­sen.

Nach der am Frei­tag in Frank­furt vor­ge­stell­ten Ei­ni­gung wird der Eck­lohn von der­zeit 12 Eu­ro in der St­un­de in Stu­fen auf 13,50 Eu­ro an­ge­ho­ben.

Be­reits von Fe­bru­ar an sol­len die Fah­rer 12,50 Eu­ro in der St­un­de er­hal­ten, von 2018 an 13 Eu­ro und von De­zem­ber 2018 an 13,50 Eu­ro.

Die Lauf­zeit um­fas­se den Zeit­raum bis En­de März 2019.

Das Er­geb­nis sei in rund 40 St­un­den Ver­hand­lungs­zeit er­zielt wor­den, sag­te der ehe­ma­li­ge Ein­tracht Frank­furt-Vor­stands­chef Vol­ker Spar­mann, der vom Lan­des­ver­band Hes­si­scher Om­ni­bus­bus­un­ter­neh­mer (LHO) mit der Sch­lich­tung be­auf­tragt wor­den war. Nun gel­te es, nach vor­ne zu bli­cken.

Der ehe­ma­li­ge ba­den-würt­tem­ber­gi­sche SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ru­dolf Haus­mann, der in der Sch­lich­tung die Bus­fah­rer ver­tre­ten hat­te, hob be­son­ders den Ein­stieg in ei­ne be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung von De­zem­ber 2018 an her­vor. Dies sei auch ei­ne Mög­lich­keit, ei­ner mög­li­chen Al­ters­ar­mut ent­ge­gen zu wir­ken, be­ton­te er. "Das schwie­rigs­te war die Pau­sen­re­ge­lung", sag­te er.

Theo­re­tisch könn­te der Ar­beits­kampf al­ler­dings noch an­dau­ern: Denn wäh­rend Ver­di-Ver­tre­ter Ro­nald Lau­b­rock den strei­ken­den Fah­rern das Er­geb­nis der Sch­lich­tung zur An­nah­me emp­fiehlt, steht nun noch ei­ne Mit­glie­der­be­fra­gung in den Streik­be­trie­ben an. "Ich bin aber op­ti­mis­tisch, dass der Vor­schlag an­ge­nom­men wird", sag­te er.

Be­son­de­re Be­deu­tung hät­ten die ver­ein­bar­ten Re­ge­lun­gen zur Aus­bil­dung und Aus­bil­dungs­ver­gü­tung, sag­te LHO-Ge­schäfts­füh­rer Vol­ker Tuchan. So sol­len die Aus­zu­bil­den­den statt der­zeit 725 Eu­ro im ers­ten Aus­bil­dungs­jahr bis De­zem­ber 2018 nach ei­ner Zwi­schen­stu­fe 800 Eu­ro er­hal­ten. Im vier­ten Aus­bil­dungs­jahr soll die Ver­gü­tung von der­zeit 850 auf 930 Eu­ro im De­zem­ber 2018 stei­gen. So sol­le auch ei­ne Ab­wan­de­rung des Nach­wuch­ses in Nach­bar­ge­bie­te ver­hin­dert wer­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 8. Januar 2018

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