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So vie­le freie Stel­len wie nie zu­vor - Vor al­lem In­ge­nieu­re ge­fragt

Sel­ten wa­ren die Job­chan­cen für gut aus­ge­bil­de­te Ar­beits­lo­se so gut: In vie­len Fir­men gibt es rei­hen­wei­se freie Jobs. Vie­le da­von sind auf der Stel­le zu be­set­zen. Be­son­ders stark ge­fragt sind der­zeit In­ge­nieu­re - vor al­lem Bau­ex­per­ten wer­den hän­de­rin­gend ge­sucht
Gruppe von Arbeitnehmern, Ärztin, Architekt Wer hat die bes­ten Job­chan­cen?

22.02.2017. (dpa) - In Deutsch­land hat es nach Er­kennt­nis­sen von Ar­beits­markt­for­schern noch nie so vie­le freie Stel­len ge­ge­ben wie im Schluss­quar­tal 2016.

Mit 1,044 Mil­lio­nen ha­be die Zahl der zu ver­ge­ben­den Jobs so­gar noch um 6.000 über dem bis­he­ri­gen Re­kord­ni­veau von En­de 2015 ge­le­gen, be­rich­tet das In­sti­tut für Ar­beits­markt-und Be­rufs­for­schung (IAB) am Diens­tag in Nürn­berg.

81 Pro­zent der frei­en Stel­len sei­en so­fort zu be­set­zen.

Auch das sei ein neu­er Höchst­stand, be­rich­te­te die Denk­fa­brik der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA).

"Die Er­geb­nis­se der IAB-Stel­len­er­he­bung zei­gen ei­ne an­hal­tend gu­te und ro­bus­te Ar­beits­markt­nach­fra­ge in ganz Deutsch­land", er­klär­te da­zu der IAB-Ar­beits­markt­for­scher Alex­an­der Ku­bis.

Al­ler­dings sei­en die frei­en Stel­len wei­ter­hin zwi­schen Ost- und West­deutsch­land sehr un­gleich ver­teilt: Von den bun­des­weit 1,044 Mil­lio­nen frei­en Jobs wa­ren im vier­ten Quar­tal 801.000 in West­deutsch­land und le­dig­lich 242.000 in den neu­en Bun­des­län­dern zu be­set­zen. Für rund zwei Drit­tel der Stel­len ist ei­ne Be­rufs­aus­bil­dung er­for­der­lich, in 16 Pro­zent so­gar ein FH- oder Uni-Ab­schluss. Nur rund je­de fünf­te Stel­le kommt auch für ei­nen Un­ge­lern­ten in Fra­ge.

Die bes­ten Job­chan­cen hat­ten Ar­beits­lo­se am Jah­res­en­de 2016 ge­mes­sen an der je­weils an­ge­bo­te­nen Zahl der frei­en Stel­len in der In­dus­trie mit 118.000 frei­en Stel­len, dem Han­del und der Kfz-Re­pa­ra­tur­bran­che mit 120.000 Jobs und so­ge­nann­ten un­ter­neh­mens­na­hen Dienst­leis­tun­gen mit 308.000 Stel­len. Dar­un­ter fal­len ne­ben Rechts- und Steu­er­be­ra­tern auch Wer­be­agen­tu­ren, Lie­gen­schafts­ver­wal­ter und Markt­for­scher.

Stark nach­ge­fragt sind nach An­ga­ben von Ver­bän­den und Wirt­schafts­for­schern auch In­ge­nieu­re. So ha­be es im vier­ten Quar­tal 2016 mehr als 70.000 freie Stel­len für die­se Be­rufs­grup­pe ge­ge­ben, be­rich­te­te das In­sti­tut der deut­schen Wirt­schaft (IW) am Diens­tag, das die Nach­fra­ge im Auf­trag des Ver­eins Deut­scher In­ge­nieu­re (VDI) un­ter­sucht hat.

Haupt­trei­ber sei der seit Mo­na­ten an­hal­tend gro­ße Be­darf an Bau­in­ge­nieu­ren. Nach IW-Er­kennt­nis­sen wa­ren al­lein in die­sem Sek­tor zu­letzt rund 25.000 Stel­len für Bau-, Ver­mes­sung- und Ge­bäu­de­tech­nik-Ex­per­ten so­wie für Ar­chi­tek­ten un­be­setzt. Die Bran­che pro­fi­tie­re von dem star­ken Bau­boom: 2016 sei­en für be­son­ders vie­le Bü­ro-, Ver­wal­tungs- und Wohn­ge­bäu­de ge­neh­migt wor­den.

Ähn­lich sei die La­ge im Ma­schi­nen­bau. Bis 2025 müss­ten dort ge­schätzt rund 32.000 Stel­len wie­der­be­setzt wer­den, geht aus ei­ner am Diens­tag in Frank­furt vor­ge­stell­ten Er­he­bung des Bran­chen­ver­ban­des VD­MA her. Vor al­lem ab 2020 rech­net die mit­tel­stän­disch ge­präg­te Bran­che mit stei­gen­dem Be­darf, weil die ge­bur­ten­star­ken Jahr­gän­ge dann in Ren­te ge­hen. Zu­dem brau­chen den An­ga­ben zu­fol­ge vie­le Un­ter­neh­men zu­sätz­lich In­ge­nieu­re.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. Oktober 2018

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