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ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/039

Ta­rif­ver­hand­lun­gen für 750 000 Bau-Be­schäf­tig­te be­gon­nen

Auf­takt zur Ta­rif­run­de: 6,6 Pro­zent mehr Geld for­dert die Ge­werk­schaft, für die Ar­beit­ge­ber ei­ne "mär­chen­haft ho­he" Zahl: Die ers­te Ta­rif­run­de wur­de wie er­war­tet ver­tagt
Baustelle mit Kran und Lastern Be­tei­li­gung an der Bau­kon­junk­tur ge­for­dert

21.02.2013. (dpa) - Mit der For­de­rung nach 6,6 Pro­zent mehr Lohn ha­ben die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für rund 750 000 Be­schäf­tig­te der deut­schen Bau­in­dus­trie be­gon­nen.

Die ers­te Run­de am Mitt­woch in Wies­ba­den brach­te aber er­war­tungs­ge­mäß kein Er­geb­nis. Die Ge­sprä­che wur­den auf den 8. März in Ber­lin ver­tagt.

"Klar ist, dass die Be­schäf­tig­ten voll­kom­men be­rech­tigt die Er­war­tung ha­ben, an der gu­ten Bau­kon­junk­tur be­tei­ligt zu wer­den", sag­te der Vi­ze­chef der In­dus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Um­welt-Agrar (IG BAU), Diet­mar Schä­fers. "Der Bau ist wie­der der Mo­tor."

Die Ar­beit­ge­ber wie­sen die For­de­rung zu­rück, leg­ten aber zu­nächst kein ei­ge­nes An­ge­bot vor. "Die Ge­werk­schaf­ten ha­ben ei­nen mär­chen­haft ho­hen Ver­tei­lungs­spiel­raum auf­ge­ru­fen", er­klär­te Frank Du­pré, Vi­ze­prä­si­dent beim Zen­tral­ver­band des deut­schen Bau­ge­wer­bes (ZDB). Der Ver­band führt in die­ser Ta­rif­run­de die Ver­hand­lun­gen. Mit am Tisch sitzt der Haupt­ver­band der Deut­schen Bau­in­dus­trie. Der hö­he­re Um­satz der Bau­fir­men wer­de durch Ma­te­ri­al­kos­ten für Be­ton, Stahl, Bi­tu­men, En­er­gie und Kraft­stof­fe auf­ge­fres­sen, sag­te Du­pré. "Die Er­trags­la­ge hat sich nicht ver­bes­sert".

Auch in an­de­ren gro­ßen Bran­chen ge­hen die meis­ten Ge­werk­schaf­ten mit For­de­run­gen von mehr als sechs Pro­zent in die Ver­hand­lun­gen. Die IG Bau liegt al­ler­dings mit 6,6 Pro­zent an der Spit­ze. Die IG BAU for­dert auch ei­ne Über­nah­me­ga­ran­tie für die Aus­zu­bil­den­den auf dem Bau. "Der Be­ruf muss at­trak­tiv blei­ben", sag­te Schä­fers.

Den letz­ten Bau-Ta­rif­kon­flikt 2011 hat­te der frü­he­re Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Wolf­gang Cle­ment schlich­ten müs­sen. Ab Mai 2011 gab es im Wes­ten 3 Pro­zent, ab Ju­ni 2012 wei­te­re 2,3 Pro­zent mehr.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 24. Januar 2018

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