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Tie­fen­see for­dert lang­fris­ti­ge Stand­ort-Per­spek­ti­ve bei Opel-Ver­kauf

Ver­kauft Ge­ne­ral Mo­tors sei­ne Toch­ter Opel an den fran­zö­si­sche Kon­zern PSA Peu­geot Ci­tro­ën? Und was wür­de das für das Werk in Ei­se­nach be­deu­ten? Seit Diens­tag wird dar­über spe­ku­liert
Autoproduktion in Fabrik Wie wird es mit dem Werk in Ei­se­nach wei­ter­ge­hen?

15.02.2017. (dpa) - Ein mög­li­cher Ver­kauf des Au­to­bau­ers Opel an den fran­zö­si­schen Kon­kur­ren­ten PSA Peu­geot Ci­tro­ën darf nach Auf­fas­sung von Thü­rin­gens Wirt­schafts­mi­nis­ter Wolf­gang Tie­fen­see (SPD) nicht zu Las­ten des Opel-Stand­or­tes Ei­se­nach ge­hen.

"Für mich ist wich­tig, dass Opel als Mar­ke und der Stand­ort Ei­se­nach er­hal­ten bleibt und die Be­schäf­tig­ten ei­ne lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve be­kom­men", sag­te Tie­fen­see am Diens­tag.

"Dar­auf wer­den wir sehr ge­nau ach­ten."

Der US-Mut­ter­kon­zern von Opel, Ge­ne­ral Mo­tors (GM), hat­te zu­vor Ge­sprä­che über ei­nen Ver­kauf sei­nes Eu­ro­pa­ge­schäfts an den fran­zö­si­schen Au­to­kon­zern be­stä­tigt. Zu­nächst sieht Tie­fen­see al­ler­dings kei­nen Grund zur Be­sorg­nis. "Das Gan­ze ist über­ra­schend, aber für Be­wer­tun­gen - ins­be­son­de­re für ne­ga­ti­ve Be­wer­tun­gen - ist es zu früh", er­klär­te er in ei­nem schrift­li­chen State­ment.

Opel und PSA ko­ope­rier­ten schon seit Jah­ren. Es sei nicht un­ge­wöhn­lich, dass dann auch über ei­ne Ver­tie­fung die­ser Ko­ope­ra­ti­on ge­spro­chen wer­de. "Dass am En­de ei­nes sol­chen Pro­zes­ses mög­li­cher­wei­se auch ei­ne voll­stän­di­ge Über­nah­me ste­hen könn­te, hat aber schon ei­ne neue Qua­li­tät", be­merk­te Tie­fen­see.

Opel baut in Ei­se­nach mit rund 1.800 Be­schäf­tig­ten der­zeit noch die Klein­wa­gen­mo­del­le Cor­sa und Adam, die das Werk je­doch von 2019 an den Stand­ort im spa­ni­schen Sa­ra­gos­sa ver­lie­ren soll. Da­für soll die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on des Klein­ge­län­de­wa­gens Mok­ka in Ei­se­nach vom Band lau­fen, was im De­zem­ber be­kannt ge­wor­den war. Die­se Ent­schei­dung hat­te der Be­triebs­rat sei­ner­zeit mit Er­leich­te­rung auf­ge­nom­men, nach­dem Kurz­ar­beit we­gen der Ab­satz­pro­ble­me in Groß­bri­tan­ni­en im Ge­fol­ge des Brex­it-Vo­tums zu­vor für Ver­un­si­che­rung un­ter der Be­leg­schaft ge­sorgt hat­te.

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Letzte Überarbeitung: 30. März 2019

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